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Kern der Sammlung der NS-Dokumentation

Aktive Erinnerungskultur in Moers 2012
Aktive Erinnerungskultur in Moers 2012: nahezu 1.000 Menschen versammeln sich zwischen dem Widerstandsmahnmal vor
dem Alten Landratsamt und dem jüdischen Torbogen in der Altstadt zu einer Menschenkette - Protest mit der Initiative "Wir sind bunt, nicht braun" gegen die rechtsextreme Mordserie der Zwickauer Terrorzelle.

- Immer bezogen auf den gesamten Altkreis Moers -

  • Dokumente aus den 1920er Jahren/Weimarer Republik: Arbeiterbewegung, Original-Fotoalben, Aufstieg der NSDAP, Toninterviews und Fotosammlung
  • Widerstand gegen die NS-Herrschaft: Dokumente aus den Familien und aus anderen Archiven, Toninterviews und Fotosammlung
  • Zwangsarbeiterschaft im Altkreis Moers:  Dokumente aus Familien und aus anderen Archiven, Firmendokumente, Ton- und Videointerviews, Fotosammlung
  • NS-Zeit und Krieg: Zeitungen, Broschüren, Bücher, einzelne Ton-Interviews, einzelne Original-Dokumente, Fotosammlung
  • Nachkrieg und demokratischer Neubeginn: Moers in der Stunde „Null“, Entnazifizierung, Wiedergutmachung, Verdrängung
  • Geschichte der NS-Aufarbeitung/Erinnerungskultur: Verdrängung, Rezeption der großen Dokumentationen, Bürgerantrag zu Gedenktafeln, Bürgerantrag zu Straßenbenennungen, Benennung der Hermann-Runge-Gesamtschule, Moerser Widerstandsmahnmal, Pressearbeit und Fotosammlung, Verein „Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit“, Verein „Erinnern für die Zukunft“, Initiative „Bunt, nicht braun“
  • Rechtsextremismus und Neonazis: mehrere Ordner, ab 1989, zu Geschehnissen im Altkreis Moers, Fachliteratur, Literatur zur Fachdidaktik
  • Bibliothek zu den Problemen des 20. Jahrhunderts und der Erinnerungskultur in Deutschland, Regionalliteratur
  • Didaktische Materialien: Gedenkstättenarbeit, Toleranz und Gewalt, Vorurteile

Entstehung der Sammlung:

Mit der Übernahme des „Depositums Dr. Schmidt“ im Jahr 2012 erfuhr das Moerser Stadtarchiv eine wichtige Ergänzung um Dokumente aus der NS-Zeit, den 20er Jahren und der Nachkriegszeit. Diese stammen aus der Sammlung des früheren Moerser VHS-Leiters Dr. Bernhard Schmidt, der mit anderen Autoren zusammen mehr als 30 Jahre lang über Publikationsvorhaben wie

  • „Tatort Moers“ (nicht mehr erhältlich)
  • „Widerstand und demokratischer Neubeginn im Altkreis Moers“ (Katalog der Wanderausstellung),
  • „UnterMenschen? Zwangsarbeiter/innen im Altkreis Moers“ (Katalog der Wanderausstellung),
  • „Erinnern für die Zukunft - Bürgerinnen und Bürger errichten ein Mahnmal zu Ehren des Widerstandes gegen die NS-Gewaltherrschaft im Altkreis Moers“
  • Moers unterm Hakenkreuz“ und
  • „Weltoffenes Moers - die Städtepartnerschaften der Stadt Moers“

dieses umfangreiche Material zusammen getragen hat. Dies war für die Region besonders wichtig, da vor der Ankunft der alliierten Truppen am Niederrhein im März 1945 vieles vernichtet wurde und in Moers nur wenige Dokumente aus dieser Zeit erhalten waren. Die genannten Publikationen sind bei der Moerser Stadtinformation, die Bücher auch im Buchhandel käuflich zu erwerben.

Das Material hat Dr. Schmidt aus Familien erhalten, auf Flohmärkten erstanden oder in mehr als 20 Archiven entdeckt - vom NRW-Hauptstaatsarchiv in Düsseldorf über das Bergbau-Archiv in Bochum und die Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin bis zum Deutschen Militärarchiv in Freiburg. In die Sammlung flossen auch Materialien und Interviews zur Zwangsarbeit aus dem Moerser Verein „Erinnern für die Zukunft“ mit ein, dessen Gründung Schmidt in den 1990er Jahren anregte.

Unterstützung bei seiner Arbeit erfährt Dr. Schmidt von einem weiteren Pensionär, dem ehemaligen Berufsschulpfarrer Heinz Walther - 1979 erster Moerser Besucher in der heutigen israelischen Partnerstadt Ramla und Fachmann für Shoah und Holocaust.