R20400 - Bestandsaufnahme Gurlitt. Der NS-Kunstraub und die Folgen

Kursnummer: R20400
Leitung: Heike Wrede
Ort: Bundeskunsthalle Bonn
Gebühr 45 Euro
Belegstatus Kurs ist voll - Auf Warteliste setzen lassen
Terminübersicht:
Datum Beginn Ende
Samstag, 03.03.201809 Uhr18:30 Uhr
Beschreibung Wichtiger Hinweis: Abfahrt 9:00 Uhr Parkplatz Bildungszentrum. Rückfahrt ab Bonn ca. 15:30 Uhr

Als im November 2013 bekannt wird, dass die bayrische Staatsanwaltschaft die Kunstbestände von Cornelius Gurlitt (1932 bis 2014) beschlagnahmt hat, ist das öffentliche Aufsehen groß. Denn die 1500 Kunstwerke, die der zurückgezogen lebende Sohn des Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt (1895 bis 1956) von seinem Vater geerbt hatte, sind verdächtig: Handelt es sich um Raubkunst aus der Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft? Um diesem Verdacht nachzugehen, stellte der deutsche Staat die für die Forschung nötigen Mittel zur Verfügung, während sich Cornelius Gurlitt verpflichtete, als Raubkunst identifizierte Werke zu restituieren. So konnten bislang einige Werke an die Nachfahren der rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben werden. Als seinen Erben hatte Gurlitt, der im Mai 2014 verstarb, das Kunstmuseum Bern bestimmt. Die Bundeskunsthalle in Bonn und das Kunstmuseum Bern präsentieren in zwei zeitgleichen Ausstellungen eine Auswahl aus diesem umfangreichen Nachlass. Der Schwerpunkt der Berner Ausstellung liegt auf der von den Nationalsozialisten verfemten Moderne, während Bonn den Fokus auf den NS-Kunstraub und die Folgen legt. In Bonn sind rund 250 Werke aus dem "Kunstfund Gurlitt" zu sehen. Eingebettet in den historischen Kontext, zeichnet diese Ausstellung auch den Werdegang Hildebrand Gurlitts nach, der zu einem der wichtigsten Kunsthändler im nationalsozialistischen Deutschland aufstieg und nach dem Krieg weitgehend problemlos an seine Vorkriegskarriere als Museumsdirektor anknüpfen konnte. Parallel dazu werden exemplarische Biografien von Zeitgenossen vorgestellt. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Schicksalen der verfolgten, meist jüdische Künstler, Sammler und Kunsthändler, die dem NS-System zum Opfer fielen. Im Entgelt sind Busfahrt, Eintritt und Führung enthalten. Abfahrt: 9 Uhr ab Parkplatz am Bildungszentrum, Führung durch die Ausstellung ab 12.15 Uhr, Rückfahrt ab Bonn gegen 15.30 Uhr.


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