Erinnern für die Zukunft e.V.


Anschrift Leibnizstraße 31
47447 Moers
 
Internetadresse www.efz-moers.de
E-Mail efz-moers@gmx.de

Vorsitzender:

Dr. Bernhard Schmidt
Leibnizstraße 31
474447 Moers

Aus der Geschichte des 20. Jahrhunderts im Altkreis Moers lernen, die Opfer ehren...

Sich erinnern heißt für uns: vorbeugen!

Gemäß seiner Satzung von 2014 sind die Ziele des Vereins:

  • die Aufarbeitung der NS-Geschichte im jetzigen Kreis Wesel und früheren Kreis Moers
  • die Begegnung mit ehemaligen Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen
  • Hilfe für die Opfer
  • völkerverbindende Jugendarbeit.

Schüler der Hermann-Runge-Gesamtschule in Moers bei einer Darstellung zum Widerstand der Runge-Gruppe am Niederrhein gegen die NS-Diktatur

Zusammenarbeit des Vereins mit Schulen und
anderen Bildungseinrichtungen: Schüler der
Hermann-Runge-Gesamtschule in Moers bei
einer Darstellung zum Widerstand der Runge-
Gruppe am Niederrhein gegen die NS-Diktatur

Der Verein verfolgt seine Ziele insbesondere durch folgende Maßnahmen:

  • Nachforschungen zur NS-Zeit in der Region, Dokumentation und Öffentlichkeitsarbeit
  • Zusammenarbeit mit Schulen und anderen Bildungseinrichtungen
  • Einrichtung und Pflege von Erinnerungsstätten und Mitgestaltung von Gedenktagen
  • Unterstützung und Hilfsaktionen für NS-Opfer
  • Begegnung mit ehemaligen Zwangsarbeiter/innen und jungen Menschen aus deren Ländern
  • Aktives Eintreten gegen Neofaschismus, Rechtsextremismus und Rassismus
  • Zusammenarbeit mit internationalen Partnern. 

Derzeit stehen folgende Anliegen auf der Tagesordnung:

  • Unterstützung des Projekts einer Dokumentations-, Erinnerungs- und Lernstätte im früheren Kreisständehaus - einer pädagogisch ausgerichteten Dauerausstellung an historischer Stelle, die das Grafschafter Museum um das Moerser 20. Jahrhundert ergänzt.
  • Aktive Mitarbeit im 2015 gegründeten Verein "Neue Geschichte im Alten Landratsamt".
  • Weitere „Stolpersteine“ für Moers in Kooperation mit der Moerser Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit
  • Zusammenarbeit mit den Gruppen um „Wir sind  bunt, nicht braun“ zu gemeinsamen Aktionen wie der Moerser „Menschenkette gegen Rechts“ und der Aktionswoche „Bücher aus dem Feuer“ in 2012 und 2013
  • Gemeinsame Weiterentwicklung einer selbstkritischen Erinnerungskultur in Moers
  • Gedenktage wie der 27. Januar, der 8. Mai und der 9. November sollen stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden
  • Einladung ehemaliger Zwangsarbeiter und deren Kinder aus der Ukraine im Frühjahr 2016

Geschichte und Erfolge der Vereinsarbeit:

Die langjährige Arbeit des Vereins ist in unserer Publikation „Moers unterm Hakenkreuz“ auf den Seiten 700 - 723 unter dem Titel „Der Verein 'Erinnern für die Zukunft' und die Geschichtswerkstatt um 'Tatort Moers' – Erinnerungs- und Jugendarbeit nicht nur für Moers“ ausführlich beschrieben.

1995

Gründung des Vereins am 23. März mit breitester öffentlicher Unterstützung auf Initiative von Dr. Bernhard Schmidt – unter Mitwirkung von Pfarrer Dr. Reinhard Schmeer in Moers-Asberg und Superintendent Nikolaus Schneider, dem heutigen Ratsvorsitzenden der Ev. Kirche in Deutschland, sowie Bürgermeister Wilhelm Brunswick und Kulturdezernent Siegmund Ehrmann aus Moers.

Alleiniges Vereinsziel war damals die Einladung ehemaliger Zwangsarbeiter, die in den früheren Altkreis Moers verschleppt worden waren. Ein Jahr zuvor war die 540-seitige Dokumentation „Tatort Moers – Widerstand und Nationalsozialismus im südlichen Altkreis Moers“ von Bernhard Schmidt und Fritz Burger erschienen, die erstmals das Thema der Zwangsarbeit für die Region mit aufgegriffen hatte.

1996

Der Verein unterstützt nicht nur die Benennung der dritten Moerser Gesamtschule nach dem Widerständler Hermann Runge, sondern auch die erfolgreichen Bürgeranträge  zur Benennung von 29 Moerser Straßen nach Widerständlern und Verfolgten sowie zur Einrichtung von Gedenktafeln zur Erinnerung an Verfolgung, Widerstand und Zwangsarbeit.

1996 - 2002

Einladung – nahezu jährlich – von 6 Gruppen ehemaliger Zwangsarbeiter aus der Ukraine und den benachbarten Niederlanden, stets einhergehend mit

  • Besuchen der früheren Arbeits- und Leidensstätten (und Begegnungen dort)
  • zahlreichen Zeitzeugenberichten an den Schulen
  • öffentlichen Abenden an der Volkshochschule mit den Zeitzeugen
  • Gedenkfeiern bei den Zwangsarbeiter-Gräbern auf Moerser Friedhöfen
  • Tonbandinterviews mit allen Gästen

1997 - 1998

Begleitung der Wanderausstellung „Widerstand und demokratischer Neubeginn im Altkreis Moers“  - im europäischen Jahr gegen Rassismus - in 6 französische Partnerstädte und ins „Museum des Nationalen Widerstands“ in Champigny/Paris.

Diese Ausstellung kann bei der NS-Dokumentation im Stadtarchiv ausgeliehen werden.

1998

Erstellung der Wanderausstellung „UnterMenschen? Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter am Niederrhein“, die bis heute ca. 20 Stationen in Rathäusern, Schulen und Kirchengemeinden (darunter der NRW-Landtag in Düsseldorf und das Kriegs- und Widerstandsmuseum im niederländischen Overloon) erfahren hat.

Diese Ausstellung kann bei der NS-Dokumentation im Stadtarchiv ausgeliehen werden.

2000    

Unterstützung der erfolgreichen Initiative für ein Mahnmal vor dem Alten Landratsamt in Moers zu Ehren des Kreis Moerser Widerstands gegen die NS-Herrschaft, Bürgerantrag mit 700 Unterschriften und zahlreichen Spendern (vgl. unsere dazu gehörige Publikation).

1998 - 2005       

Ca. 6 Gruppenreisen von Vorstandsmitgliedern zur Begegnung mit ehemaligen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern und deren Organisationen in die Ukraine.

2003    

Große internationale Anne-Frank-Ausstellung in der Anne-Frank-Gesamtschule in Moers-Rheinkamp; 14 bis 15-jährige Schülerinnen als „Lotsinnen“.

2006 - 2007

Besuch einer Gruppe ehemaliger Zwangsarbeiter aus Polen und Gegenbesuch in Polen in Zusammenarbeit mit der Stiftung für deutsch-polnische Aussöhnung.

2008

Vorstellung der 850-seitigen Dokumentation  „Moers unterm Hakenkreuz“ im Beisein von Moerser Widerstandsfamilien und Gruppen ehemaliger  Zwangsarbeiter aus der Ukraine und Polen: Überreichung des Buches durch Bürgermeister Norbert Ballhaus und Landrat Dr. Ansgar Müller.

2008 - 2012

Überführung der wichtigsten Dokumente unseres Vereins, zusammen mit der Sammlung von Dr. Bernhard Schmidt, in die NS-Dokumentation des Moerser Stadtarchiv, darunter die - zwischenzeitich für die Nachwelt digitalisierten - Toninterviews mit ehemaligen Zwangsarbeitern Moers NS-Dokumentation.

2010

Wahl eines Vorstands mit  „verjüngter Altersstruktur“ und erstmaliger Internetauftritt des Vereins.

2011 - 2012

Übersetzung der Kapitel zur Zwangsarbeit in „Moers unterm Hakenkreuz“ ins Russische - zu einem Buch von 426 Seiten; Gruppenbesuche von 8 bis 10 Personen zu Begegnungen in Kiew, Poltawa und Donezk sowie in Lemberg, Drohobytsch und Czernowitz; Gegenbesuch aus Donezk.

2012

Federführung des Vereins bei der Moerser Menschenkette „Wir sind bunt, nicht braun“ am 28. Januar Dokumentation: Wir sind bunt ... nicht braun (PDF, 33 MB) - nicht barrierefrei Leben in Moers > Demokratie stärken in Moers; Mitwirkung der Vereins am Beitritt der Stadt Moers zum internationalen Riga-Komitee.
Besuch einer Gruppe ehemaliger Zwangsarbeiter/Zwangsarbeiterinnen aus dem ukrainischen Donezk.

2013

Podiumsdiskussion gegen Rechtsextremismus „Moers, eine Insel der Seligen?“ und Federführung bei der Aktionswoche „Bücher aus dem Feuer“ zum Gedenken an die Bücherverbrennung vor 80 Jahren; 6-wöchiger Besuch einer Praktikantin aus Donezk, Enkelin einer früheren Zwangsarbeiterin
Legung - zusammen mit dem Künstler Gunter Demnig aus Köln - erster „Stolpersteine“ in Moers in Zusammenarbeit mit der Moerser Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit

2014

  • Ehrung von Johann Esser, (Altkreis) Moerser Dichter des Moorsoldaten-Liedes, auf dem Friedhof Rheinhausen-Trompet - zusammen mit seiner Familie.
  • Aktive Mitwirkung des Vereins an den neuen Geschichtsstationen in Moers (Moers zur NS-Zeit, Rheinpreußen-Treibstoffwerk, Friedhöfe/Ehrengräber usw.).
  • Legen von weiteren 18 „Stolpersteinen“ in Moers, davon 12 für Opfer jüdischen Glaubens in der Altstadt und für 6 Widerständler in Moers-Hochstraß.
  • Änderung der Vereinssatzung durch Ausweitung des Tätigkeitsgebietes vom Altkreis Moers auf den heutigen Kreis Wesel

2015

  • Veranstaltungsreihe März/Mai zu „Nie wieder Krieg???“, zusammen mit anderen Gruppen, zum Kriegsende vor 70 Jahren
  • Bei einem Festakt des Vereins zu seinem 20jährigen Bestehen im Moerser Martinstift sprechen sich Landrat Dr. Ansgar Müller, Bürgermeister Christoph Fleischhauer und der Bundestagsabgeordnete Siegmund Ehrmann sehr anerkennend zur Arbeit des Vereins aus
  • Verleihung des Rheinlandtalers an Dr. Bernhard Schmidt für "ehrenamtliche Verdienste um die Landes- und Regionalgeschichte"
  • Legen von weiteren 22 Stolpersteinen für NS-Verfolgte, darunter 15 jüdische Opfer in der Altstadt und 7 Widerständler/innen in Moers-Meerbeck und -Hülsdonk

Korporative Mitglieder des Vereins (in der Reihenfolge des Beitritts):

  • Der Paritätische, Kreisverband Wesel
  • Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Ortsverband Moers/Kreisverband Wesel
  • Bündnis 90 / Die Grünen, Ortsverband Moers
  • SPD, Ratsfraktion Stadt Moers
  • Evangelischer Kirchenkreis Moers
  • Kreis Wesel
  • Partei „Die Grafschafter“, Moers

Der 2014 gewählte Vorstand besteht aus

  • Dr. Bernhard Schmidt (Vorsitzender),
  • Bärbel Likar (stellvertretende Vorsitzende),
  • Peter Bongertz (Schriftführer),
  • Rainer Rosteck (Kassenwart)
  • Sandra Schilling-Punge, Maren Schmidt, Ulrike Strobel  und Brigitte Voigt (Beisitzerinnen).

Daneben wurde / wird über viele Jahre geleistet:

  • Besorgen von Arbeitsnachweisen für ehemalige Zwangsarbeiter
  • „Geldbrücke“ an ehemalige Zwangsarbeiter in der Ukraine (bis heute)
  • Humanitäre und Medikamentenhilfe (bis heute)
  • Betreuung von Familien aus dem Kreis Moerser Widerstand (bis heute)
  • Zusammenarbeit mit der Moerser „Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit“, dem Moerser „Bündnis für Toleranz“, dem „Jugendkongress gegen Rechts“ und Jugendtheater-Gruppen wie den „Penguin's Days“.

 

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