Kleingartenwesen

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Frau Fischer
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Städtebauliche Bedeutungen

Kleingärten haben heute außer dem Erholungswert und dem Aspekt der Gewinnung von

  • Obst und Gemüse für den Eigenbedarf
  • sozialpolitische,
  • kulturelle,
  • gesundheitliche,
  • ökologische und
  • stadtplanerische Bedeutung.

Sie stellen einen notwendigen Ausgleich zu den Mängeln im Geschosswohnungsbau und im Wohnumfeld dar. Die Kleingärten nehmen neben den großräumigen Grünflächen und den Parkanlagen, Friedhöfen, Sportanlagen und sonstigen Gärten einen besonderen Stellenwert ein.

Bei der öffentlichen Nutzbarkeit spielen die Kleingartenanlagen eine wesentliche Rolle für das grünflächenbezogene Erholungsangebot der Stadt. Durch den Bestand an öffentlich nutzbaren Freiflächen werden die Kleingartenanlagen auch von einer Vielzahl „Nichtkleingärtnern“ aufgesucht.

Ökologische Bedeutung

Stadtökologisch tragen Kleingärten zur Verbesserung des Stadtklimas durch Durchlüftung, durch Erhöhung der Luftfeuchtigkeit und durch Bindung von Staub bei. Die Funktion des Wasser- und Bodenhaushaltes wird durch unversiegelte Flächen verbessert. Selbst kleinste Bereiche können wichtige Biotope und Rückzugsflächen für Fauna und Flora darstellen. Der besonders im Sommer wichtige Luftaustausch mit dem Umland wird unterstützt.

Jede Kleingartenanlage hat auf Grund der verschiedenen strukturellen Ausprägung eine unterschiedliche Bedeutung für den Artenschutz und die Lebensräume der Pflanzen und Tiere. Innerhalb der städtischen Bebauung sind die Kleingartenanlagen zum Lebensraum für schützenswerte Pflanzen und Tiere geworden. Obstbäume, unterschiedliche kleingartentypische Gehölze, Hecken, Kompostanlagen, Feuchtbiotope in Form von Kleinteichen sowie Trockenmauern bilden ökologisch wertvolle Kleinnischen in den Parzellen. Durch die unterschiedliche Bewirtschaftungsweise und -intensität und die vielfältigen Vegetationsstrukturen entsteht bzw. existiert eine relative Vielfalt an Arten und Vegetationstypen.

Soziale Bedeutung

In den Kleingartenanlagen begegnen sich unterschiedliche Generationen, Jung und Alt kommen miteinander in Kontakt. Das gärtnerische Fachwissen der Älteren findet Anerkennung. Familien haben einen Ort, wo sie gemeinsam ihre Zeit verbringen können und ein Dialog der Generationen stattfindet.

Familien mit Kindern finden im Kleingarten einen Raum, wo Kinder abseits von Autos spielen können. Berufstätige erholen sich in Natur und Garten vom Berufsstress und häufig von monotoner Arbeit. Die steigende Zahl von Arbeitslosen, Rentnern und Frührentnern findet eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung – eine Beschäftigung, die für den kleinen Geldbeutel so intensiv und häufig ausgeübt werden kann, wie es von jedem gewünscht ist.

Kleingartenanlagen in Moers

Es ist Aufgabe des Fachdienstes Grünflächen, dass Kleingartenwesen in Moers zu fördern und unter Berücksichtung der sich ändernden Bedarfe, den sich ändernden gesellschaftlichen und gesetzlichen Rahmenbedingungen weiterzuentwickeln.  

Die städtischen Kleingartenanlagen und die NIAG-Kleingartenanlage werden vom Stadtverband der Kleingärtner e.V. nach den Maßgaben des Pachtvertrages und des Bundeskleingartengesetzes verwaltet und unterhalten. Bewerbungen um einen Kleingarten, aber auch allgemeine Fragen zum Kleingartenwesen können an den Stadtverband der Kleingärtner e.V. gerichtet werden. 

Stadtverband Moers der Kleingärtner e.V
Vorsitzender: Herr Matthias Dittmann
Orchideenstraße 35
47447  Moers    

Moerser Kleingartenvereine:

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