Amtsvormundschaft

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Wenn Eltern das Sorgerecht wegen Kindeswohlgefährdung vom Familiengericht entzogen wird, ordnet das Familiengericht eine Vormundschaft von Amts wegen an.

In der Praxis übernimmt in diesen Fällen meist das zuständige Jugendamt die Aufgabe der Vormundschaft, d.h. die umfassende gesetzliche Vertretung für das minderjährige Kind. Das bezeichnet man als Amtsvormundschaft. Das Jugendamt beauftragt dann einen Mitarbeitenden mit der Wahrnehmung der Aufgabe des Vormundes (§§ 55 und 56 Sozialgesetzbuch VIII).

Amtsvormundschaft tritt auch ein bei

  • Findelkindern, deren Familie nicht zu ermitteln ist, und
  • während der Adoption eines minderjährigen Kindes.

Die Vormundschaft ist zu unterscheiden von der Pflegschaft, die in den §§ 1909 bis 1921 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) geregelt ist. Eine Pflegschaft für einen Minderjährigen bezieht sich auf einen begrenzten Verantwortungsbereich.

Aktuelle Änderungen: mehr persönlicher Kontakt mit Mündeln und Betreuten

Der Bundestag hat im April 2011 das Vormundschafts- und Betreuungsgesetz geändert.

Da ein einziger Amtsvormund bisher häufig 120, oft sogar noch weit mehr Kinder betreute, konnte er kaum ein persönliches Verhältnis zu den betreuten Kindern entwickeln und persönliche Einblicke in ihr Umfeld gewinnen. Auch deshalb kam es in der Vergangenheit trotz bestehender Amtsvormundschaft mehrfach zu Kindesmisshandlungen und Vernachlässigungen.

Nach der Änderung darf jeder Amtsvormund nur noch maximal 50 Mündel betreuen und muss jeden Monat persönlichen Kontakt mit seinem Mündel „in dessen üblicher Umgebung“ aufnehmen. Auch die Berichtspflichten eines Amtsvormunds wurden ausgeweitet und die Aufsichtspflichten des Gerichtes ebenfalls.

Bei der Auswahl eines Mitarbeitenden des Jugendamtes für die Aufgabe der Amtsvormundschaft muss das betroffene Kind vom Jugendamt gehört werden (soweit altersmäßig möglich).

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