Seelow - Brandenburg

Stadtwappen von Seelow
Stadtwappen von
Seelow

Die Stadt Moers hatte sich in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts vergeblich bemüht, eine Partnerschaft zu einer Stadt in der damaligen DDR aufzubauen. Erst nach der Wende gelang es ihr, die Kontakte des evangelischen Kirchenkreises Moers zur Stadt Seelow zu nutzen und hierauf eine offizielle Städtepartnerschaft zu gründen. Als der Partnerschaftsvertrag am 28.02.1990 abgeschlossen wurde, war dies noch die Stadt Seelow und der gleichnamige Kreis Seelow. Zwischenzeitlich wurde der Kreis in "Märkisch-Oderland" umbenannt.

In den ersten Jahren wurde zur Unterstützung der kommunalen Selbstverwaltung intensive Verwaltungshilfe von Moerser Seite geleistet. Es haben zahlreiche "Beraterbesuche" bis 1995 stattgefunden.

Heute bestehen zu Seelow (rund 5.800 Einwohner) zum Beispiel offizielle Kontakte durch den Besuch des Stadt- und Schützenfestes durch eine Moerser Delegation. Es gibt auch langjährige Verbindungen auf sportlicher, kirchlicher und kultureller Ebene sowie in sonstigen Bereichen.

"Seelow liegt am Westrand des Oderbruches, am Anstieg zur Ostbrandenburgischen Platte. Der Höhenunterschied zum Oderbruch beträgt etwa 50 Meter. Erstmals urkundlich 1252 als Dorf "Zelou" und 1273 als Städtchen erwähnt, lag die Ackerbürgersiedlung an der Kreuzung der alten West-Ost-Handelsstraße und der Nord-Süd-Straße Stettin - Wriezen - Seelow - Lebus - Frankfurt/Oder. Eine Stadtmauer mit Türmen hatte Seelow nicht.

Im Jahre 1278 erhielt Seelow das Stadtrecht. Mit dem Umzug des Landratsamtes von Frankfurt an der Oder nach Seelow im Jahr 1863, wurde die Stadt Seelow Kreisstadt des damaligen Kreises Lebus.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt 1630 größtenteils niedergebrannt. Die vom Kurfürsten Friedrich Wilhelm 1646 eingerichtete Reitpost-Route von Cleve am Rhein bis nach Königsberg im damaligen Ostpreußen führte über Seelow.

Die am Rande des Höhenzuges des Oderbruches liegende Stadt erschließt ihren größten Vorzug nur demjenigen, der ihre bevorzugten Aussichtspunkte findet:

  • den Krugberg in Richtung Werbig,
  • die Kuppe am Sender oder
  • die steinerne Reliefplatte an der Gedenkstätte "Seelower Höhen".

Von diesen Punkten kann man bei klarem Wetter den ganzen südlichen Teil des Oderbruches bis weit ins polnische Land über die Oder hinweg überblicken.

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Hier fließt heute die Oder in einem über 20 km langen Flussbett, welches Friedrich der Große von 1747-1752 graben ließ und zur Trockenlegung des Oderbruches führte. Bereits um 1540 wurden die ersten Oderdämme ausgebessert und befestigt und in der Folgezeit erweitert. Im Anschluss der Trockenlegung des Oderbruches entstanden 40 Kolonistendörfer. Noch heute sind einige dieser Kolonistenhäuser erhalten (Wuschewier).

Das fruchtbare Oderbruch zeichnet sich heute durch eine wiedererstarkte Gemüseproduktion aus und durch seine unverwechselbare Landschaft. Davon stehen ausgedehnte Gebiete unter Naturschutz.

Rathaus in Seelow
Rathaus in Seelow

Außer dem 1847 erbauten Rathaus und der im gleichen Jahr erbauten Sparkasse gibt es nur noch wenig historische Bausubstanz in der Stadt. Interessant ist die von Karl Friedrich Schinkel maßgeblich beeinflusste Kirche aus der Zeit von 1830/1832. Der Turm wurde am 11. April 1945 von der deutschen Wehrmacht gesprengt, wobei die Gesteinsmassen das Kirchenschiff zum Einsturz brachte. 1956 wurde das Kirchenschiff wieder aufgebaut und der Turm konnte erst 1998 wieder eingeweiht werden. Der Wiederaufbau ist durch eine großzügige Spende des Versandhausbesitzers, Herrn Prof. Dr. Werner Otto, maßgeblich unterstützt worden. Er wurde am 13. August 1909 in Seelow geboren.

Mit der Sanierung des Kirchviertels sollen die visuelle Erlebbarkeit des Stadtkerns und die stadttechnische Erschließung entscheidend verbessert werden. Das vielbesuchte Anti-Kriegsmuseum auf den Seelower Höhen informiert über die letzte Phase des 2. Weltkrieges, als hier im erbitterten Kampf von Anfang Februar bis Mitte April 1945 das letzte große Hindernis vor Berlin fiel.

Mit der Kreisgebietsreform 1993 wurde Seelow zur Kreisstadt von Märkisch-Oderland erklärt. Wer Seelow aus früheren Jahren kennt, dem fallen die vielen baulichen Veränderungen auf, die der Stadt ein attraktives Äußeres verleihen. Sie sind Ausdruck der Leistungsfähigkeit eines aktiven Mittelstandes, der die Zukunft Seelows als Kreisstadt mitgestaltet. Hiermit schafft die Stadt Voraussetzungen, Seelow attraktiv für Besucher und Investoren zu gestalten. Erste Investoren siedeln sich bereits im voll erschlossenen Gewerbegebiet Seelow Nord an. Die Kundenwerbung bezieht sich speziell auf die traditionellen Gewerbe dieser Region:

  • Gemüseproduktion,
  • Bauindustrie,
  • Zulieferungsindustrie.

Genannt seien auch die zahlreichen Vereine, in denen sich viele Seelower engagieren.So bereichern Sie mit ihrer Arbeit das kulturelle, sportliche und soziale Leben der Stadt, wie zum Beispiel:

  • die offene Keramikwerkstatt,
  • der jährliche internationale Europameisterschaftslauf des MC Seelow,
  • das Schützenfest des Schützenvereins Seelow,
  • das Spiel- und Sportfest des SV-Victoria Seelow sowie
  • die immer wiederkehrenden Stadtfeste und traditionellen Weihnachtsmärkte.

Sie werden von allen Vereinen, Schulen und Kitas getragen, um nur einige zu nennen.

Weitere Infos erhalten Sie von:

Frau Werler
Hanns-Dieter-Hüsch-Bildungszentrum,
Wilhelm-Schroeder-Straße 10
Raum 02.08
Telefon: 0 28 41 / 201-203
E-Mail

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