Ramla - Israel

Stadtwappen von Ramla
Stadtwappen von Ramla

Die Stadt Ramla - auch Ramle genannt - liegt 17 Kilometer südöstlich von Tel-Aviv an der Straße nach Jerusalem. Im Nachbarort Lod befindet sich der Flughafen Ben-Gurion.

Der Name Ramla ist arabischen Ursprungs und bedeutet Sand, weil die Stadt ursprünglich auf Sandhügeln gebaut war.

Ramla ist die einzige von Arabern erbaute Stadt im heutigen Israel und sie mutet auch jetzt noch orientalisch an. Sie wurde im Jahre 716 nach Christus gegründet. Ihre strategische Lage an der großen Karawanenstraße von Syrien nach Ägypten und der Pilgerstraße von Jaffa nach Jerusalem ließ sie für über 300 Jahre die blühende Hauptstadt des damaligen Palästinas werden. Im 13. Jahrhundert, der Epoche der Kreuzfahrer, hieß die Stadt Ramus und war Sitz des Bischofs.

Unter den Türken verlor Ramla seine Bedeutung.

Heute ist die Stadt Verwaltungssitz des Distriktes Ramla. Seit 1948 ist Ramla eine jüdische Stadt mit arabischer (christlicher und moslemischer) Bevölkerung. Die Stadt zählt heute rund 64.000 Einwohner, hiervon sind rund 10.000 Araber mit israelischen Pässen. Zwischen Juden und Arabern herrschen hier gute nachbarschaftliche Beziehungen.

Weißer Turm von Ramla
Weißer Turm von Ramla

Das Wahrzeichen von Ramla ist der quadratische Weiße Turm, Rest der 1318 erbauten weißen Moschee. Wenn man die 199 Stufen des 30 Meter hohen Turms für den Gebetsausrufer erklommen hat, bietet sich ein herrlicher Ausblick auf die Stadt. Am Fuße des Turmes findet man Ruinen, Gräber und unterirdischen Gewölbe.

Die Große Moschee am orientalisch betriebsamen Markt war früher die gotische Kreuzfahrerkirche Sankt Johannes aus dem 13. Jahrhundert. Die große dreischiffige Basilika blieb bis heute nahezu unverändert. An die Stelle des Glockenturms ist der Turm für den Gebetsausrufer getreten.

Die unterirdischen Teiche der Helena, eine gewaltige Zisterne, wurde im 8. Jahrhundert vom Kalifen Harun Al Raschid angelegt, um dort seine Kamele tränken zu können. Christliche Pilger nannten sie nach der heiligen Helena, Mutter Konstantins des Großen. 15 im Wasser stehende Säulen tragen die 6 Kreuzgewölbe. Heute kann man mit Ruderbooten umherfahren.

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Die Franziskanerkirche Sankt Josef ist Josef von Arimatäa geweiht. Dieser ließ den Leichnam Jesu in seine gerade vollendete Grabstätte in Jerusalem beisetzen. Die Franziskaner kamen 1396 nach Ramla und hatten hier eine Herberge für Pilger, die auf dem Weg nach Jerusalem waren. Das Franziskanerkloster war 1799 auch das Hauptquartier Napoleons während seines Palästinafeldzuges.

Der Markt in Ramla gibt einen Einblick in den orientalischen Handel. Hier findet man:

  • Obst,
  • Gemüse,
  • Gewürze,
  • CD's,
  • Elektrogeräte,
  • Kleidung,
  • Haushaltswaren,
  • Gegenstände, die die Frömmigkeit fördern sollen, (zum Beispiel: Kreuz, Rosenkränze, Heiligenfiguren und ähnliches) ,
  • Plastikartikel und auch
  • Fisch und Fleisch.

Die Wirtschaftsgrundlagen der Stadt sind Handel und Industrie. Arbeitsplätze finden die Bewohner Ramlas in verschiedenen Bereichen, zum Beispiel

  • im üblichen Lebensmittelhandel,
  • im Handwerk,
  • in kleinen gewerblichen Betrieben,
  • in der Landwirtschaft und
  • in örtlichen Fabriken.

Viele Einwohner sind auch am Bahnhof von Lod (dem wichtigsten "Bahnknotenpunkt" Israels) sowie im nahe gelegenen Flughafen Ben Gurion in Lod/Tel-Aviv beschäftigt.

Die Stadt Moers unterhält seit dem 12.08.1987 partnerschaftliche Beziehungen zur Stadt Ramla auf Grund der Anregung des "Arbeitskreis Internationale Jugendarbeit mit Israel". Zur Vertiefung dieser Beziehungen wurde deshalb der Partnerschaftsverein Ramla - Moers e.V. im selben Jahr gegründet. Jährlich wird eine Begegnung in Ramla und in Moers durchgeführt.

Weitere Infos erhalten Sie von:

Frau Werler
Hanns-Dieter-Hüsch-Bildungszentrum,
Wilhelm-Schroeder-Straße 10
Raum 02.08
Telefon: 0 28 41 / 201-203
E-Mail

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