Moerser Stadtgeschichte

Postkartenmotiv - Moers - Steinstraße mit Rathaus
Steinstraße mit
Rathaus

1300 erhielt Moers die Stadtrechte, und in den ersten Jahrhunderten haben die Spanier, Oranier, Preußen und Franzosen hier ihre Spuren hinterlassen.

Im Herzen der Innenstadt liegt das Schloss, die ehemalige Wasserburg der Grafen von Moers. Nach dem Tod der letzten Gräfin im Jahr 1600 erlebte die Stadt unter den Oraniern eine 100-jährige Blütezeit. Moritz von Nassau-Oranien, Feldherr der Vereinigten Niederlande, errichtete eine starke Festung. Sie fasst Schloss und Stadt zusammen.

1702 fällt Moers durch eine Erbschaft an Brandenburg-Preußen, von 1794 bis 1815 regieren die Franzosen.

1904 ist ein weiteres wichtiges Jahr. In Meerbeck/Hochstraß entstand die Zechen- und Arbeitersiedlung für etwa 10.000 Menschen.

Von 1965 und 1988 wurde die historische Altstadt saniert und zur Fußgängerzone umgebaut. Sie ist mit vielen Geschäften und Cafés heute der pulsierende Mittelpunkt der Stadt.

Informationen rund um Moers bieten Ihnen auch das Stadtarchiv und das Grafschafter Museum.

Moers. Die Geschichte der Stadt.

Von der Frühzeit bis zur Gegenwart
Herausgegeben von Dr. Margret Wensky

2 Bände, zusammen etwa 1000 Seiten. Etwa 40 farbige, 220 Schwarz/Weiß-Abbildungen. Gebunden mit Schutzumschlag.

Preis: 60,33 Euro

Erhältlich im Buchhandel. ISBN 3-412-04600-0 Böhlau Verlag Köln Weimar

Deutschlands kleinste Großstadt, die niederrheinische Stadt Moers, feierte am 20. Juli 2000 die 700. Wiederkehr der Verleihung der Stadtrechte durch König Albrecht den Ersten.

Die Stadt, die in Anlehnung an die Stammburg der Grafen von Moers gegründet worden ist, war Vorort der gleichnamigen Grafschaft und teilte deren Dynastenwechsel. Nach dem Aussterben der Grafen von Moers fiel die Grafschaft

  • 1501 an die Grafen von Neuenahr,
  • 1600 an Moritz von Oranien und
  • 1702 an den Preußenkönig Friedrich den Ersten.

Wirtschaftliche Bedeutung gewann Moers vor allem seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts durch die Industrie. Als der Bergbau um 1900 auf Moerser Gebiet übergriff, ließ der damit einhergehende Entwicklungsschub die Stadt zum industriellen Zentrum des unteren linken Niederrheins werden.

Heute ist Moers keine Bergbaustadt mehr und wie andere ehemalige Zechenstandorte in Nordrhein-Westfalen in einem Strukturwandel begriffen.

Ein Team von ausgewiesenen Autoren unterschiedlicher Fachrichtungen - von der Archäologie bis zur Stadtplanung - entwickelte in 2 Bänden das Bild der wechselvollen Geschichte der Stadt Moers und ihres Umlandes. Von den vor- und frühgeschichtlichen Funden bis hin zur Gegenwart. Die Herausgeberin Frau Dr. Margret Wensky ist Leiterin der Abteilung Stadtgeschichte des Amtes für rheinische Landeskunde des Landschaftsverbandes Rheinland.

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