Arbeitsmarkt

Im Bereich Arbeitsmarkt gibt es Daten zu

Als Einstieg wird auf dieser Seite ein Überblick auf die am Arbeitsmarkt agierenden Gruppen gegeben.

Ausgehend von der Wohnbevölkerung können Nichterwerbspersonen und Erwerbspersonen unterschieden werden. Erwerbspersonen werden im Allgemeinen definiert als mindestens 15 Jahre alte, dauerhaft im Inland wohnende Personen, die eine auf Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben oder suchen. Wie folgende Abbildung zeigt, zählen zum Kreis der Erwerbspersonen:

  • abhängig Beschäftigte,
  • Selbstständige, einschließlich der mithelfenden Familienangehörigen, und
  • Arbeitslose.

Die Stille Reserve zählt zwar auch zum Arbeitskräfteangebot, aber nicht zu den Erwerbspersonen im engeren Sinne. Dabei handelt es sich um Personen, die sich nach dem Ende ihrer Erwerbstätigkeit nicht arbeitslos gemeldet haben, aber unter bestimmten Bedingungen (zum Beispiel bessere Arbeitsmarktlage oder persönliche Umstände) kurzfristig wieder eine Tätigkeit aufnehmen würden. Über die Größe der Stillen Reserve liegen keine genauen Zahlen vor, sie kann nur geschätzt werden.

Abbildung: Angebot und Nachfrage an Arbeitskräften

Abbildung Arbeitskräfteangebot (Erwerbspersonenpotenzial)
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Zu den abhängig beschäftigten Erwerbspersonen zählen:

  • Geringfügig Beschäftigte
    Sie haben eine oder mehrere geringfügig entlohnte oder kurzfristige Beschäftigungen, die sich - auch bei einer Zusammenrechnung - in den Grenzen des § 8 Absatz 1 SGB IV bewegen.
  • Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte
    Alle Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen einschließlich der Auszubildenden, die kranken-, renten-, pflegeversicherungspflichtig und/oder beitragspflichtig sind oder für die vom Arbeitgeber Beitragsanteile zu entrichten sind. Dies betrifft in der Regel alle Arbeiter und Angestellten.
  • Beamte
    Hierzu zählen Personen in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis des Bundes, der Länder, der Gemeinden und sonstiger Körperschaften des öffentlichen Rechts (einschließlich der Beamtenanwärter/Beamtenanwärterinnen und der Beamten und Beamtinnen im Vorbereitungsdienst) sowie Richter/Richterinnen als auch Soldaten und Soldatinnen.

Zum Kreis der Erwerbspersonen zählen weiterhin:

  • Selbstständige

    Leiten einen Betrieb oder eine Arbeitsstätte als Eigentümer/Eigentümerin oder Pächter/Pächterin (einschließlich selbstständiger Handwerker/Handwerkerinnen) oder sind freiberuflich tätig, Hausgewerbetreibende und Zwischenmeister/Zwischenmeisterin.

  • Mithelfende Familienangehörige
    Helfen in einem landwirtschaftlichen oder nichtlandwirtschaftlichen Betrieb, der von einem Familienmitglied als Selbstständigem geleitet wird, mit, ohne hierfür Lohn oder Gehalt zu erhalten und ohne das für sie Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt werden.
  • Arbeitslose

    Sie sind 15 bis 64 Jahre alt, haben kein dauerhaftes Arbeitsverhältnis, suchen aber ein versicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis und haben sich dafür bei der Bundesagentur für Arbeit arbeitslos gemeldet

Abhängig von der Datengrundlage werden mitunter unterschiedliche Begriffe gewählt. So werden im Mikrozensus, der größten Personen- und Haushaltsbefragung in Deutschland, Erwerbspersonen in Erwerbstätige und Erwerbslose aufgeteilt. Erwerbstätige umfassen die abhängig Beschäftigten und die Selbstständigen. Die Erwerbslosen werden jedoch anders erfasst, als die Arbeitslosen (zum Beispiel ist eine Meldung bei der Arbeitsagentur nicht nötig). Aus diesem Grunde wird in der obigen Abbildung das nicht realisierte Arbeitskräfteangebot als Beschäftigungslose bezeichnet.

Dem Arbeitskräfteangebot steht die Nachfrageseite gegenüber. Bei den Erwerbstätigen sind es die besetzten Arbeitsplätze; hier sind Angebot und Nachfrage übereingekommen. Die offenen Stellen, die von den Arbeitgebern über die Arbeitsagenturen (gemeldete Stellen) oder andere Kanäle (zum Beispiel Zeitungen) offeriert werden, stehen dem nicht realisierten Arbeitskräfteangebot gegenüber, ohne dass es hier zu einer Passung kommen muss.

Diese Darstellung ist nur ein kurzer Überblick. Die Definitionen können sich im Laufe der Zeit ändern und ebenso zwischen einzelnen Datenquellen unterscheiden (zum Beispiel Mikrozensus oder Arbeitslosenstatistik). Für eine genaue und aktuelle Definition wird daher an den jeweiligen Datenproduzenten bzw. Anbieter verwiesen.

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