Soziale und technische Infrastruktur / Verkehr

Die Versorgung, Bildung, Gesundheit und Mobilität aller Bürger hängt wesentlich von der Qualität der Infrastruktur in der Stadt ab. Grob lassen sich in der Stadtplanung soziale Infrastruktur und technische Infrastruktur unterscheiden.

Soziale Infrastruktur

Dreikönigskindergarten in Meerbeck

Zur sozialen Infrastruktur zählen unter anderem:

  • Kindertagesstätten und Schulen
  • Spielplätze und Sportanlagen
  • Jugendtreffs und Seniorenbegegnungsstätten
  • Krankenhäuser und Seniorenwohnanlagen
  • kulturelle Einrichtungen wie beispielsweise Theater; Bibliothek oder Museum.

Die Analyse der sozialen Infrastruktur im Rahmen des Stadtentwicklungskonzepts ergab:

  • Die Anzahl an Kindertagesstätten-Plätzen ist ausreichend. Die Betreuungsmöglichkeiten für Kinder unter 3 Jahren werden zur Zeit erheblich ausgebaut. Der Bedarf wird im Rahmen der Jugendhilfeplanung stetig überprüft und fortgeschrieben.
  • Das schulische Angebot ist auf absehbare Zeit ausreichend. An 38 % der Grundschulplätze findet eine „Offene Ganztags-Schulbetreuung“ statt. Diese Quote ist einzigartig in der Region und soll künftig weiter ausgebaut werden. Mit der Schulentwicklungsplanung wird dafür Sorge getragen, dass auch in Zukunft keine Engpässe beim Schulangebot entstehen.
  • Alle Moerser Ortsteile verfügen über einen vielfältigen Bestand an Spielplätzen. Selbst in den kleinen Ortschaften wie Vennikel oder Holderberg wird der Bedarf gedeckt, auch aufgrund wohnungsnaher spielgeeigneter Freiräume in der Natur.  Das Thema „Mehrgenerationenspielplatz“ wird bereits heute in den Planungen für neue Spielplätze und bei der Sanierung bestehender Spielplätze berücksichtigt. Warum nicht auch eine Boulebahn für die Eltern und Großeltern neben der Kinderschaukel? Hier erfahren Sie mehr über die Spielplätze in Moers.
  • Der aktuelle Sportentwicklungsplan (PDF, 563 kB) legt weitgehend den Erhalt der heutigen Sportplätze fest. Eine wichtige Änderung ist jedoch die Verlagerung der Sportanlagen aus dem Freizeitpark zum Solimare (neue Großsportanlage „Filder Benden“).
  • Die Versorgung mit seniorengerechten Wohnangeboten und Seniorenbegegnungsstätten erfordert künftig besondere Aufmerksamkeit, denn der Bedarf an Wohn- und Betreuungsangeboten wird steigen. Zu achten ist insbesondere auf eine ausgewogene Verteilung in den Stadtbezirken. Zudem müssen die Kultur-, Freizeit und Sporteinrichtungen auch an die Bedürfnisse älterer Menschen angepasst werden. Teilräumlich könnte eine Umnutzung von Gebäuden in Frage kommen, beispielsweise der Umbau einer nicht mehr ausgelasteten Kindertagesstätte zu einer Seniorenbegegnungsstätte.
  • Bei allen weiteren hier nicht gesondert erwähnten Einrichtungen liegt auf absehbare Zeit kein Engpass vor.

Die räumliche Verteilung der Infrastruktur hat erhebliche Auswirkungen auf die künftige Stadtentwicklung. Neue Wohngebäude sollten bevorzugt dort errichtet werden, wo bereits Schulen, Sporteinrichtungen und Kanalnetze in unmittelbarer Nähe vorhanden sind. Das spart Kosten und erhöht die Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner.

Technische Infrastruktur und Verkehr

Schülerinnen und Schüler am Königlichen Hof steigen in einen NIAG-Bus
Foto: NIAG

Unter technischer Infrastruktur versteht man beispielsweise:

  • Abwasserkanäle und Trinkwasserleitungen
  • Pumpstationen und Umspannwerke
  • Strom-, Gas- und Fernwärmeleitungen
  • verkehrstechnische Einrichtungen wie Straßen, Bushaltestellen und Bahnanlagen

Die Analyse der technischen Infrastruktur im Rahmen des Stadtentwicklungskonzepts führte zu folgenden Erkenntnissen:

  • Das Entwässerungssystem muss schrittweise an den Klimawandel angepasst werden, damit Starkregenereignisse schadlos bewältigt werden können.
  • Die Lage und Kapazitäten der vorhandenen Hauptleitungstrassen für Wasser und Abwasser, Strom, Gas und Fernwärme sind den bei den zukünftigen Siedlungsentwicklungen zu beachten. Wichtig bei der Beurteilung der Kapazitäten ist die Berücksichtigung der Bevölkerungsentwicklung in den einzelnen Stadtteilen.
  • Der Autoverkehr findet mit dem Autobahnhalbring A 40, A 42 und A 57 optimale Bedingungen vor. Auch innerstädtisch ist das Straßennetz gut ausgebaut. Teilweise sind die Straßen jedoch überdimensioniert und wenig attraktiv für den Fuß- und Radverkehr. Der Fachdienst Verkehr arbeitet stetig an der Weiterentwicklung des Wegenetzes. Bereits heute greifen viele Moerserinnen und Moerser gerne auf das Rad zurück.
  • Die Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) ist in Moers unterdurchschnittlich ausgeprägt. Dies ist unter anderem auf das lückenhafte Angebot an den Siedlungsrändern und in Gewerbegebieten zurückzuführen. Ein weiterer Schwachpunkt ist die mangelhafte tarifliche Einbindung des Moerser Stadtgebiets in den Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR). Im Verkehrsentwicklungsplan sind Maßnahmen zusammengestellt, mit denen die Attraktivität des ÖPNV weiter gesteigert wird.
  • Die Verknüpfung der verschiedenen Verkehrsmittel ist noch ausbaufähig. Insbesondere die Weiterentwicklung des Park & Ride- und Bike & Ride-Systems ist empfehlenswert.
  • Die Anpassung verkehrlicher Infrastruktur an die Bedürfnisse von älteren Personen und Menschen mit Behinderung hat in Moers lange Tradition. Die barrierefreie Gestaltung verbessert gleichzeitig die Qualität und Sicherheit auch für alle anderen Nutzerinnen und Nutzer. Bei verkehrlichen Planungen wird der Aspekt der Barrierefreiheit stets geprüft und nach Möglichkeit umgesetzt.
  • Die Anzahl der Parkplätze in der Innenstadt und den Stadtteilzentren ist ausreichend. Vereinzelt sollten jedoch zusätzliche Behindertenparkplätze geschaffen werden.

Zum Thema Verkehrsplanung finden Sie ausführliche Informationen auf den Internetseiten des Moerser Verkehrsentwicklungsplans.

Sie möchten genauere Daten und Informationen zur kompletten Bestandsaufnahme und -analyse in Ihrem Ortsteil? Schauen Sie in den Downloadbereich!

zurück zur Startseite Bestandsaufnahme

Diese Seite teilen:

.