Lärmkartierung für Stadt Moers

Planausschnitt vom Lärmaktionsplan der Stadt Moers

Nach der sogenannten EU-Umgebungslärmrichtlinie war die Stadt Moers verpflichtet bis zum 30.06.2012 eine Lärmkartierung durchzuführen, d.h. die Bereiche in Moers zu ermitteln, wo es besonders laut ist.

Mit dieser Lärmkartierung wurde das Ingenieur-Büro Planersocietät aus Dortmund beauftragt.

Schwerpunkt der Kartierung war dabei in Moers der Straßenverkehrslärm.

Lärmintensive Industrie- und Gewerbeanlagen sind nach Prüfung der Bezirksregierung Düsseldorf in Moers nicht vorhanden.

Der von Freizeit- oder Sportanlagen ausgehende Lärm ist nach der EU-Umgebungslärmrichtlinie nicht zu betrachten.

Für die Eisenbahnstrecke Duisburg - Moers - Xanten ist eine eigene Kartierung durchzuführen. Nach den gesetzlichen Vorschriften wird diese Kartierung durch das Eisenbahnbundesamt durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Kartierung liegen aber noch nicht vor.

Die Ergebnisse der Lärmkartierung für den Straßenverkehrslärm werden in sogenannten strategischen Lärmkarten“ dargestellt und werden hier zum Herunterladen als PDF-Dokumente zur Verfügung gestellt.

Zum Herunterladen:

Karte 1: Straßenverkehrslärm - tags -  (PDF, 4 MB) - nicht barrierefrei)

Karte 2: Straßenverkehrslärm - nachts - (PDF, 4 MB - nicht barrierefrei)

Die strategischen Lärmkarten zeigen die räumliche Ausdehnung des Straßenverkehrslärms und die Hauptlärmquellen. Sie berücksichtigen aber nicht, wo besonders viele betroffene Einwohner und Einwohnerinnen wohnen oder wo Menschen von besonders hohen Lärmspitzen betroffen sind. Beides ist aber notwendig, um Maßnahmen zielgerichtet ergreifen zu können.

Das beauftragte Ingenieur-Büro hat daher für die Entwicklung von Lärmminderungsmaßnahmen den einzelnen Straßenabschnitten die Zahl der betroffenen Einwohner und Einwohnerinnen zugeordnet, so dass erkennbar wurde, in welchen Abschnitten besonders viele Einwohner und Einwohnerinnen vom Straßenverkehrslärm betroffen sind.

Anschließend wurden, um die Bereiche mit den höchsten Lärmbetroffenheiten zu identifizieren, sogenannte Lärmkennziffern (LKZ) gebildet. Lärmkennziffern setzen sich zusammen aus

  • der Zahl der Betroffenen,
  • der Höhe der Überschreitung des Schwellenpegels und
  • der Länge des Straßenabschnittes.

Eine hohe LKZ in einem Bereich bedeutet, dass dort sowohl eine hohe Einwohnerdichte als auch hohe Lärmbelastungen vorhanden sind. Die höchsten LKZ signalisieren damit die höchsten Problempotenziale.

Um vordringlich zu betrachtende Maßnahmenbereiche zu definieren, wurden drei Prioritätsstufen gebildet:

  • Bei einer Lärmkennziffer, die größer als 300 ist, fällt der Straßenabschnitt in die 1. Priorität für die Entwicklung von Lärmminderungsmaßnahmen.
  • Bei einer Lärmkennziffer, die größer als 200 ist, in die 2. Priorität, und
  • bei einer Lärmkennziffer, die größer als 100 ist, entsprechend in die 3. Priorität.

Zu den Bereichen der 1. Priorität gehören:

  • Hülsdonker Straße (Walpurgisstraße - Rieserstraße)
  • Baerler Straße (Baustraße - Klever Straße)
  • Uerdinger Straße (nördlich der Kautzstraße - Otto-Ottsen-Straße sowie südlich der Xantener Straße)
  • Filder Straße (Im Ohl - Düppelstraße)
  • Augustastraße (Tersteegenstraße - Homberger Straße)
  • Xantener Straße (Essenberger Straße - Karl-Hoffmeister-Straße)

Das beauftragte Ingenieur-Büro wird in einem ersten Schritt für diese Bereiche Maßnahmenvorschläge erarbeiten, die dann mit der Bürgerschaft diskutiert und abgestimmt werden sollen.

Ansprechpartnerin:

Frau Lasson-Ploß,  Fachdienst 6.2 - Grünflächen und Umwelt
Telefon: 0 28 41 / 201-403
Rathausplatz 1, Zimmer: 3.021
E-Mail

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