Häufig gestellte Fragen zum Flächennutzungsplan und zum Stadtentwicklungskonzept

1. Was ist ein Flächennutzungsplan?

Ein Flächennutzungsplan legt fest, wie die Flächen des Stadtgebiets in den kommenden 15 - 20 Jahren genutzt werden sollen. Er stellt beispielsweise dar,

  • wo ein neues Wohngebiet entsteht,
  • welche Flächen Gewerbe vorbehalten bleiben und
  • wo die Landwirtschaft Vorrang hat.

Genauere Informationen zum Flächennutzungsplan erhalten Sie hier.

2. Was ist ein Stadtentwicklungskonzept?

Im Stadtentwicklungskonzept werden die Stärken und Schwächen der Stadt Moers und ihrer einzelnen Ortsteile betrachtet. Daraus werden dann Entwicklungsziele abgeleitet, beispielsweise wo und wie das Radwegenetz verbessert werden sollte, wo man mit Bäumen den Straßenraum schöner gestalten könnte oder in welchen Stadtteilen dringend neues Wohnbauland benötigt wird.

3. Warum brauchen wir in Moers einen neuen Flächennutzungsplan?

Einkaufsstraße in Moers mit Personen

Der aktuelle Flächennutzungsplan der Stadt Moers stammt in seinen Grundzügen aus dem Jahr 1980. Seitdem haben sich die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Rahmenbedingungen stark verändert. So sinkt beispielsweise die Einwohnerzahl in Moers, es leben immer mehr Menschen alleine in einer Wohnung und die Stadt hat sich von einem Bergbau- zu einem Dienstleistungsstandort gewandelt.

Dies beeinflusst natürlich den Flächenbedarf für Wohn- und Gewerbegebiete. Zwar hat die Stadt Moers den aktuellen Flächennutzungsplan stetig an die geänderten Gegebenheiten angepasst. Jedoch ist es nun an der Zeit, die Stadtentwicklung der nächsten Jahre durch einen zeitgemäßen neuen Flächennutzungsplan zu lenken. Mehr zu den Rahmenbedingungen der Stadtentwicklung erfahren Sie hier.

4. Wofür brauchen wir ein Stadtentwicklungskonzept?

Das Stadtentwicklungskonzept für Moers wird Entwicklungsziele für die gesamte Stadt und für einzelne Ortsteile enthalten. Die Entwicklungsziele können ganz unterschiedlicher Art sein. So könnte beispielsweise angedacht werden, eine bestehende Sportanlage zu erweitern. In einem anderen Stadtteil könnte eine verbesserte Gestaltung der Einkaufsstraße ins Auge gefasst werden. Die Aussagen in einem Stadtentwicklungskonzept gehen also über die reine Flächennutzung hinaus, die in einem Flächennutzungsplan dargestellt ist.

Zudem kann ein Stadtentwicklungskonzept inhaltlich und gestalterisch frei entwickelt werden. Ein Flächennutzungsplan muss sich dagegen an Vorgaben des Baugesetzbuches orientieren. Das Moerser Stadtentwicklungskonzept ist somit eine sinnvolle Ergänzung zum Flächennutzungsplan der Stadt.

5. Welche Bedeutung haben Flächennutzungsplan und Stadtentwicklungskonzept für mich?

Innenaufnahme des Eurotecgebäudes mit Personen, Quelle: Ruhrkohle Aktiengesellschaft
Quelle: RAG Montan Immobilien GmbH

Mit dem neuen Flächennutzungsplan (FNP) und dem Stadtentwicklungskonzept (STEK) möchte die Stadt Moers die Stadtentwicklung in den nächsten 15 - 20 Jahren steuern. Es werden also die Weichen für die Zukunft Ihrer Stadt und Ihres Ortsteils gestellt!

Es fließen vielfältige Themen ein, beispielsweise die Entwicklung von Wohn- und Gewerbegebieten, der Naturschutz, die Verkehrsplanung und vieles mehr. Das Ergebnis dieser Überlegungen wird Sie jeden Tag betreffen, wenn Sie das Haus verlassen und durch Moers gehen. Sicher haben Sie eine klare Meinung dazu, wie sich Moers künftig entwickeln soll, damit Sie weiterhin gerne hier leben. Gestalten Sie deshalb die Zukunft Ihrer Stadt aktiv mit! Wie erfahren Sie auf der Seite „Der Ablauf des Arbeitsprozesses“.

6. Kann ich Einfluss auf die Inhalte des Stadtentwicklungskonzepts und des Flächennutzungsplans nehmen?

Ja! Die Stadt Moers führt bei der Erarbeitung des Stadtentwicklungskonzepts und des neuen Flächennutzungsplans eine intensive und umfassende Beteiligung der Öffentlichkeit durch. Maßgeblich geschieht dies im Rahmen von Stadtteilveranstaltungen. Nähere Informationen zum Ablauf des gesamten Arbeitsprozesses und zu Ihren Mitwirkungsmöglichkeiten. Die Veranstaltungstermine können Sie einsehen unter „Öffentlichkeitsbeteiligung“. Wir freuen uns auf Sie!

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