Gewerbe und Handel

Saniertes Zechengebäude im Technologiepark Eurotec
Foto: MGG

Moers hat den wirtschaftlichen Strukturwandel von einer vom Bergbau geprägten Stadt zu einem modernen Gewerbe- und Dienstleistungsstandort weitgehend  bewältigt. Vorrangige Ziele der Moerser Wirtschaftsförderung sind heute:

  • Erhalt der bestehenden ausgewogenen Branchenmischung
  • Fördern der Entwicklung vorhandener Betriebe
  • Ansiedeln neuer Unternehmen mit krisenfesten Arbeitsplätzen.

Auch im Bereich Gewerbe und Handel konkurriert Moers mit anderen Städten in der Region. Es ist daher wichtig, dass den interessierten Unternehmern attraktive Ansiedlungsbedingungen geboten werden können. Neben einer optimalen Verkehrsanbindung sind Kriterien wie Größe und Zuschnitt der Baufläche oder auch ein lärmunempfindliches Umfeld von Bedeutung.

Übersichtskarte der Moerser Gewerbegebiete
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Freie Gewerbegrundstücke gibt es in Moers vor allem im interkommunalen Grafschafter Gewerbepark Genend südwestlich von Repelen. Der mit viel Grün gestaltete Standort ist ideal für die Ansiedlung von Gewerbebetrieben und Dienstleistungsunternehmen mit gehobenen Ansprüchen an das Arbeitsumfeld.

Auch die weiteren 6 großen Gewerbestandorte in Moers (siehe Grafik) sind aufgrund ihrer Lage und Gestaltung vorrangig für bestimmte Betriebsformen geeignet, der Standort Pattberg in Repelen beispielsweise für Industrieunternehmen. In diesen 6 Gewerbe- und Industriegebieten gibt es jedoch kaum noch freie Baugrundstücke.

Um den Flächenbedarf an gewerblichen Bauflächen bis zum Jahr 2025 einzuschätzen wurde ein rechnerisches Prognoseverfahren angewendet. Zudem wurde eine Betriebsbefragung durchgeführt um von den Unternehmen zu erfahren, welche Qualitäten das Gewerbebauland aufweisen sollte.

Als Ergebnis ist festzuhalten:

Es gibt zwar für die Zukunft grundsätzlich noch genug verfügbare Bauflächen. Problematisch ist jedoch, dass diese Flächen nur eingeschränkt den heutigen Anforderungen der Unternehmer entsprechen. Es fehlen vor allem große Grundstücke, auf denen auch nachts gearbeitet werden darf. Es ist daher zu prüfen, ob an einer geeigneten Stelle ein neues Industriegebiet angelegt werden kann, das den Bedürfnissen der Investoren entspricht.

Handel

Passanten in der Moerser Einkaufsstraße

Neben Dienstleistungsunternehmen und produzierendem / verarbeitendem Gewerbe ist der Handel ein wichtiges Standbein der Moerser Wirtschaft. In der Stadt gibt es mehrere räumliche Handelsschwerpunkte:

  • Mit Altstadt, Schloss und Parkanlagen hat die Moerser Innenstadt nicht nur lokale, sondern auch regionale Bedeutung. Die Menschen kommen zum Einkaufen, aber auch um die umfangreichen kulturellen, medizinischen und sozialen Angebote zu nutzen. Mit dem Masterplan Innenstadt gibt es bereits ein Konzept, um die Innenstadt städtebaulich weiter zu entwickeln und so dauerhaft attraktiv zu halten. Die Umgestaltung des Königlichen Hofs, der kürzlich eröffnete Musenhof oder die Aufwertung des Freizeitparks sind nur einige Projekte.
  • Zusätzlich gibt es in Moers die Stadtteilzentren Repelen, Meerbeck und Kapellen. Sie sind für die Versorgung der Wohnbevölkerung des Stadtteils mit Gütern des täglichen Bedarfs (beispielsweise Lebensmittel und Drogerieartikel) wichtig. Es ist notwendig, hier die Einkaufsattraktivität zu erhalten und Ladenleerstände zu vermeiden.
  • Nahversorgungszentren sind kleiner als Stadtteilzentren und stellen die Nahversorgung des direkt umliegenden Siedlungsbereichs sicher. Typische Nahversorgungszentren sind die Einkaufsbereiche in Asberg und Schwafheim.

Die Innenstadt und die Stadtteil- und Nahversorgungszentren sind dringend zu erhalten und zu stärken. Dies hat nicht nur Bedeutung für die Zukunft der Einzelhändler, sondern ist auch wichtig, um die älter werdende Gesellschaft wohnungsnah zu versorgen und den Autoverkehr zu minimieren. Im Moerser Einzelhandelskonzept sind Ziele und Maßnahmen zusammengestellt, die den Einzelhandel in Moers steuern und entwickeln sollen.

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