Fußgängerverkehr und Barrierefreiheit

Personen sitzen auf Sitzgelegenheiten in einer Fußgängerzone
Foto: Planersocietät

Der Fußverkehr spielt als Basis-Verkehrsmittel eine besondere Rolle. Jeder Weg, egal mit welchem Verkehrsmittel, beginnt und endet zu Fuß. Besondere Bedeutung hat dabei der Nahversorgungsbereich mit Wegen unter einer Länge von einem Kilometer.

Fußverkehr

Laut der durchgeführten Haushaltsbefragung zum Mobilitätsverhalten werden in Moers 17 Prozent aller Wege zu Fuß erledigt. Am stärksten vertreten sind dabei Wege zum Einkaufen und bei Freizeitaktivitäten.

Der Fußverkehr spielt insbesondere im Nahbereich eine große Rolle. Je kürzer die Entfernung zum Zielort ist, desto häufiger wird zu Fuß gegangen. So werden fast 2 Drittel der Wege unter einem Kilometer zu Fuß erledigt.

In Moers gibt es noch viele breite Straßen, die aufgrund ihrer Breite eine gewisse Trennwirkung für den Fußgänger darstellen.

Die breiten Straßen sind oftmals noch Ergebnisse aus Planungen der 1960er und 70er Jahre. Damals war die Straßengestaltung eher auf die Bedürfnisse des fließenden Verkehrs und weniger auf die Anforderungen der Fußgänger und Radfahrer abgestimmt.

In diesen Bereichen besteht ein großes gestalterisches Potential, das im Zuge zukünftiger Planungen ausgeschöpft werden kann.

Positives Beispiel für bereits durchgeführte Umgestaltungen im Sinne der Fußgängerfreundlichkeit ist die Lintforter Straße im Bereich des Marktes.

Barrierefreiheit

Der Fußverkehr ist eng mit dem Thema Barrierefreiheit verknüpft.

Die barrierefreie Gestaltung und damit die Anpassung der Infrastruktur an die Bedürfnisse von älteren Menschen und Menschen mit Behinderung hat in Moers lange Tradition.

Bürgersteig und Radweg barrierefrei gestaltet durch Absenkungen und Markierungen

Gleichzeitig verbessert eine barrierefreie Gestaltung auch die Fußgängerqualität für andere Gruppen.

Positive Beispiele für die barrierefreie Gestaltung in Moers sind unter anderem

  • Aufmerksamkeitsfelder an Einmündungen (Beispiel Bismarckstraße),
  • durchgängige Blindenleitstreifen (Beispiel Homberger Straße),
  • das Absenken von Bordsteinen an Straßeneinmündungen im Rahmen des Bordsteinabsenkungsprogramms und
  • die blindengerechte Ausrüstung von Ampeln.

Die barrierefreie Ausstattung der Infrastruktur wird stetig erweitert. Auch bei aktuellen Planungen werden die Anforderungen an eine barrierefreie Gestaltung stets geprüft und wenn möglich umgesetzt.

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