Entwicklungsszenario Verkehr 2030

Wie wird sich der Verkehr in Moers in den nächsten 20 Jahren entwickeln?

Fahrradfahrer und Autofahrer im Straßenverkehr
Foto: Planersocietät

Um diese Frage zu beantworten, wurde ein Verkehrsmodell erstellt, in das die Ergebnisse der Bestandsuntersuchung und alle heute schon absehbaren Entwicklungen und Veränderungen eingeflossen sind. Hierzu gehören zum Beispiel der demographische Wandel oder die Umsetzung schon beschlossener Maßnahmen.

Mithilfe des Verkehrsmodells werden denkbare Entwicklungsrichtungen - die sogenannten Szenarien - durchgespielt. Die Szenarien zeigen die Auswirkungen verschiedener Rahmenbedingungen auf die verkehrliche Entwicklung der Stadt Moers. Sie zeigen außerdem, mit welchen verkehrsplanerischen Maßnahmen welche Ziele und Ergebnisse erreicht werden können.

Im März 2010 hat der Ausschuss für Stadtentwicklung, Planen und Umwelt das Energieeffizienzszenario als politisches Leitbild für die zukünftigen Maßnahmen der Stadt Moers im Bereich Verkehr beschlossen. Damit wurden die Weichen für eine vorausschauende und ökologisch sinnvolle Verkehrsentwicklung gestellt. Im Vordergrund der zukünftigen Planungen stehen

  • die Lebensqualität der Moerser Bürgerinnen und Bürger,
  • attraktive Stadt- und Verkehrsräume und
  • eine bezahlbare Mobilität.

Rahmenbedingungen des Energieeffizienzszenarios 2030

Der Schwerpunkt des Energieeffizienzszenarios liegt in der Förderung der Nahmobilität und des sogenannten Umweltverbunds (Fußverkehr, Radverkehr und ÖPNV). Gleichzeitig soll das leistungsfähige Straßennetz erhalten und weiter verbessert werden. Die Rahmenbedingungen des Energieeffizienzszenarios sind:

  • Die Stadt Moers wird in den nächsten Jahren Maßnahmen zur Förderung des ÖPNV sowie des Rad- und Fußverkehrs vorantreiben.
  • Die Anforderungen und Vorgaben durch die EU werden sich in allen Umweltbereichen weiter verschärfen (unter anderem CO2, Lärm, Feinstaub).
  • Die Energiepreise werden weiter steigen.
  • Der finanzielle Spielraum für bauliche Maßnahmen wird sich weiter verringern.
  • Alternative Mobilitäts- und Fortbewegungsarten (E-Räder, Pedelecs, Elektrofahrzeuge, sparsamere Fahrzeuge, Car-Sharing) neben immer mehr an Bedeutung zu.

Ergebnisse des Energieeffizienzszenarios 2030

Grafik zur Verkehrsmittelwahl Moers 2008 und 2030
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Mit Hilfe des Verkehrsmodells wurde berechnet, welche Auswirkungen diese Rahmenbedingungen auf die Stadt Moers haben und welche Ziele sich erreichen lassen, wenn die Handlungsfelder und Maßnahmenvorschläge des Verkehrsentwicklungsplans konsequent umgesetzt werden:

  • Der ÖPNV gewinnt an Bedeutung und wird zu einer wichtigen Alternative zum eigenen Auto.
  • Vor allem kurze Wege unter 5 km werden häufiger zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt.
  • Durch den Bedeutungsgewinn des ÖPNV, des Rad- und des Fußverkehrs werden weniger Fahrten mit dem eigenen Auto unternommen.
  • Der durch den Verkehr verursachte CO2-Ausstoß verringert sich im Vergleich zum Jahr 2008 um 40 Prozent.

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