Der Flächennutzungsplan - Darstellung der Bodennutzung im Stadtgebiet

Ein Flächenutzungsplan (FNP) stellt für das gesamte Stadtgebiet in den Grundzügen die vorgesehene Art der Bodennutzung für die einzelnen Flächen dar. Der FNP muss den Vorschriften des Baugesetzbuches (BauGB) entsprechen. Das BauGB legt unter anderem fest, zu welchen Themen und in welcher Form ein Flächennutzungsplan Aussagen treffen muss. Im Gegensatz dazu kann ein Stadtentwicklungskonzept frei entwickelt werden.

Die Inhalte und Bestandteile eines Flächennutzungsplans

Ansicht eines Flächennutzungsplans
Quelle: Stadt Moers

Ein Flächennutzungsplan stellt in einer Karte unter anderem dar:

  • die für die Bebauung vorgesehenen Flächen und ihre Nutzungsart (zum Beispiel Wohnen oder Gewerbe)
  • Wichtige Versorgungseinrichtungen (beispielsweise Schulen, Krankenhäuser, Kläranlagen)
  • Wasserflächen, Flächen für Landwirtschaft und Wald
  • Grünflächen, zum Teil mit konkreter Nutzungsart (beispielsweise Kleingärten)
  • Flächen mit besonderer Bedeutung für den Umweltschutz
  • überörtliche Verkehrsflächen und örtliche Hauptverkehrsstraßen

Zum Flächennutzungsplan gehören außer einer Karte eine textliche Begründung und ein Umweltbericht, der die Auswirkungen der Planung auf die Umwelt erläutert.

Viele Datengrundlagen werden gleichermaßen für die Ausarbeitung eines Flächennutzungsplans und eines Stadtentwicklungskonzepts benötigt. Beispielhaft sind die Entwicklung der Bevölkerungszahlen und der dadurch entstehende Wohnflächenbedarf zu nennen.

Ziel der Flächennutzungsplanung

Ausschnitt eines Flächennutzungsplans
Quelle: Stadt Moers

Das Ziel der Flächennutzungsplanung ist es, die verschiedenen Bodennutzungen im Stadtgebiet so zu planen, dass die Umwelt geschont und Nutzungskonflikte vermieden werden. So sollen beispielsweise Wohngebiete nicht durch benachbartes lautes Gewerbe beeinträchtigt werden. Aus Sicht des Umweltschutzes macht es jedoch auch keinen Sinn, Gewerbegebiete grundsätzlich am Stadtrand anzusiedeln. Dort sind sie nur mit dem Auto erreichbar.

Die rechtliche Stellung des Flächennutzungsplans und seine Bedeutung für die Öffentlichkeit

Der Inhalt eines kommunalen Flächennutzungsplans darf den übergeordneten Zielen der Raumordnung, Landesplanung und Regionalplanung nicht widersprechen. Bei der Erarbeitung eines neuen Flächennutzungsplans für Moers sind daher insbesondere die Vorgaben des Gebietsentwicklungsplans der Regionalplanungsbehörde zu beachten.

Eine rechtlich bindende Wirkung hat ein Flächennutzungsplan nur gegenüber „Trägern öffentlicher Belange“, zum Beispiel

  • den Stadtwerken,
  • Kirchen und
  • sonstigen Behörden.

Für die Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Moers hat der Flächennutzungsplan keine unmittelbare Rechtswirkung. Eine indirekte Betroffenheit ergibt sich jedoch dadurch, dass aus dem Inhalt des Flächennutzungsplans Bebauungspläne entwickelt werden. Diese treffen dann rechtsverbindliche Aussagen für einzelne Grundstücke, zum Beispiel, wo ein Haus gebaut werden darf und wo nicht.

Das Baugesetzbuch verlangt, dass bei der Aufstellung eines Flächennutzungsplans die Einwohnerinnen und Einwohner  der Stadt sowie die betroffenen Behörden beteiligt werden. Die Stadt Moers führt eine umfangreichere und intensivere Beteiligung der Öffentlichkeit durch, als es das Gesetz vorschreibt. Nähere Informationen dazu.

Der fertige Flächennutzungsplan wird vom Stadtrat beschlossen. Abschließend muss der Plan von der zuständigen Genehmigungsbehörde genehmigt werden.

Der Flächennutzungsplan im Internet

Den aktuell rechtskräftigen Flächennutzungsplan stellen wir Ihnen zum Herunterladen als PDF-Datei zur Verfügung:

Derzeit wird der Flächennutzungsplan neu aufgestellt. Nähere Informationen finden Sie unter Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes.

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