Bevölkerungsentwicklung und Wohnen

Die Einwohnerzahl von Moers wird in den nächsten Jahren stetig abnehmen. Grund ist die rückläufige Geburtenrate in unserer Gesellschaft. Da die Stadt Moers kein starker Zuwanderungsmagnet ist (wie beispielsweise die Wirtschaftszentren Düsseldorf und Köln) werden im Jahr 2025 voraussichtlich nur noch rund 100.000 Menschen in Moers leben. Im Dezember 2009 hatte die Stadt dagegen noch etwa 108.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Zugleich wird der Anteil älterer Mitbürgerinnen und Mitbürger deutlich ansteigen: 2025 werden etwa 37% der Moerser älter als 60 Jahre sein.

Die Entwicklung vollzieht sich selbstverständlich nicht in allen Stadtteilen gleich.

Fahrradfahrer im Moerser Freizeitpark

So weisen beispielsweise Moers-Mitte, Hülsdonk, Schwafheim und insbesondere Eick-Ost bereits heute einen überdurchschnittlichen Anteil älterer Mitbürgerinnen und Mitbürger auf. Der Bevölkerungsrückgang wird hier in den nächsten Jahren voraussichtlich besonders deutlich ausfallen. Um eine ausgewogene soziale Durchmischung zu erreichen ist es wichtig, solche Viertel gezielt auch für jüngere Menschen und Familien mit Kindern attraktiv zu gestalten.

Durch den allgemeinen Rückgang von Familien mit mehreren Kindern geht auch die durchschnittliche Haushaltsgröße zurück. Im Jahr 2001 lebten in einem Moerser Haushalt rechnerisch noch 2,29 Personen, im Jahr 2006 waren es noch 2,17 Personen. Die Tendenz ist weiter fallend, da die Anzahl der Einzelhaushalte, der kinderlosen Paare und der Alleinerziehenden weiter zunimmt.

Modernes Mehrfamilienhaus in der Nähe der Moerser Innenstadt

Dies bedeutet gleichzeitig: Die Anzahl der Haushalte - und somit auch die Zahl der benötigten Wohnungen - steigt. Zusätzlich nehmen die Ansprüche an Größe und die Qualität des Wohnraums stetig zu. Der Wohnflächenbedarf wird daher von heute 35/Person auf voraussichtlich 39 /Person im Jahr 2025 steigen.

Für den Wohnungsmarkt bedeutet dies:

  • Der heutige Wohnungsbestand entspricht nur bedingt der künftigen Nachfrage. Benötigt werden mehr Wohnungen für 1-2-Personenhaushalte.
  • Mehr Wohnungen müssen barrierefrei und altengerecht gestaltet sein. Sie sollten in der Nähe eines Stadtteilzentrums liegen, damit eine fußläufige Nahversorgung (beispielsweise mit Ärzten, Geschäften und behördlichen Dienststellen) gewährleistet ist.
  • Es wird trotz abnehmender Bevölkerungszahl zusätzlicher Wohnraum benötigt.

Die Wohnflächenbedarfsprognose für Moers weist einen Zusatzbedarf von 30 Hektar Wohnbauland bis 2025 nach. Dabei wurde bereits berücksichtigt, dass innerhalb der Stadt noch unbebaute Grundstücke für eine Wohnbebauung zur Verfügung stehen. Bei diesen Grundstücken handelt es sich um einzelne Baulücken, Flächen im Geltungsbereich eines rechtskräftigen Bebauungsplans oder auch Brachflächen, auf denen eine alte Nutzung aufgegeben wurde. Die Stadt Moers hat all diese „Innenpotentiale“ erhoben und wird sich in den kommenden Jahren verstärkt darum bemühen, das Interesse der Eigentümer für eine Bebauung zu wecken.

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