Anzeige zum Abbrennen eines Osterfeuers

Lagerfeuer

Die von den Luftqualitätsmessstationen des Landes Nordrhein-Westfalen registrierten Feinstaubbelastungen an den Osterfeiertagen werden von Jahr zu Jahr besorgniserregender. Im Wesentlichen ist diese Zunahme auf eine immer weiter ansteigende Anzahl von „Brauchtumsfeuern“ zurückzuführen.

Voraussetzungen und Hinweise:

  1. Osterfeuer dienen als Brauchtumsfeuer ausschließlich der Brauchtumspflege und keinesfalls der Beseitigung von pflanzlichen oder sogar anderen Abfällen. Um ein zulässiges Osterfeuer handelt es sich nur dann zweifelsfrei, wenn es im Rahmen einer öffentlichen, für jedermann zugänglichen Veranstaltung von einer in der Ortsgemeinschaft verankerten Glaubensgemeinschaft, Organisation oder einem Verein ausgerichtet wird.
    Werden diese Voraussetzungen nicht erfüllt, wird das Osterfeuer untersagt.
  2. Darüber hinaus ist zu beachten, dass das Abbrennen eines Osterfeuers im Freien dann untersagt ist, wenn hierdurch die Nachbarschaft oder die Allgemeinheit gefährdet oder erheblich belästigt werden kann. Das Feuer darf bei starkem Wind nicht gezündet werden – ebenso ist es bei aufkommendem starkem Wind unverzüglich zu löschen.
  3. Die Größe des Feuers muss so bemessen werden, dass es am Abbrenntag bis spätestens Mitternacht vollständig abgebrannt ist. Es darf nur an einem Tag ein Osterfeuer abgebrannt werden. Als Abbrenntage kommen nur Karsamstag, Ostersonntag oder Ostermontag in Betracht.
  4. Die Aufsichtspersonen (Mindestalter 18 Jahre) dürfen den Verbrennungsplatz erst dann verlassen, wenn das Feuer und die Glut erloschen sind.
     Feuerlöschmittel sind am Abbrennort bereitzuhalten.
  5. Folgende Sicherheitsabstände zum Feuer werden empfohlen:
    - 100 Meter von zum Aufenthalt von Menschen bestimmten Gebäuden, außerdem von Wald- und Naturschutzgebieten,
    - 25 Meter von sonstigen baulichen Anlagen,
    - 50 Meter Abstand von öffentlichen Verkehrsflächen,
    - 10 Meter Abstand von befestigten Wirtschaftswegen
  6. Es darf nur unbehandeltes naturbelassenes Holz in Form von Baum- und Strauchschnitt verbrannt werden. Nicht verbrannt werden dürfen Abfälle und beschichtetes / behandeltes Holz (hierunter fallen auch Paletten, Schalbretter usw.), Altreifen und ähnliches.
  7. Die Aufschichtung des Osterfeuers darf erst ab März vorgenommen werden, um auszuschließen, dass sich dort Vögel und Kleinsäuger, zum Beispiel Igel, eine Behausung oder Nistmöglichkeit gesucht haben.

Das Brennmaterial ist aus Gründen des Tierschutzes kurz vor dem Abbrennen nochmals vollständig umzuschichten.

Mit Ihrer unterschriebenen Anzeige erkennen Sie die Voraussetzungen und Hinweise zum Abbrennen eines Osterfeuers ausdrücklich an. Verstöße gegen die Vorgaben stellen eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einem Bußgeld bis zu 5.000 Euro geahndet werden kann. Weiterhin besteht die Möglichkeit, das Abbrennen von unangemeldeten und unzulässigen Feuern vor Ort zu untersagen.

Anzeigeschluss ist der 31.03.2017.

Dieser Termin ist unbedingt einzuhalten, da sämtliche hier angezeigte Osterfeuer an die Rettungsleitstelle des Kreises Wesel weiterzuleiten sind und ggf. noch Kontrollen im Vorfeld durchzuführen sind.

Für die Anzeige ist der Vordruck zum Abbrennen eines Osterfeuers zu verwenden. Dieser ist vollständig ausgefüllt und mit Unterschrift versehen, auf dem Postweg an die Stadt Moers, Fachdienst Ordnung, Rathausplatz 1, 47441 Moers, wahlweise per E-Mail an uwe.eller@moers.de oder per Telefax an 0 28 41 / 201-1 66 38, zu senden.

Verspätet eingegangene Anzeigen können nicht mehr berücksichtigt werden.

Zum Ausfüllen und Ausdrucken:

Anzeige zum Abbrennen eines Osterfeuers (Formular)

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