Das genehmigungsfreie Bauvorhaben


Im Allgemeinen bedarf die Errichtung, die Änderung oder die Nutzungsänderung von baulichen Anlagen einer Baugenehmigung. Es gibt aber auch Vorhaben, die wegen ihres geringen Umfanges keiner Baugenehmigung bedürfen. Diese sind in den §§ 62 und 62 BauO NRW aufgelistet. Dabei handelt es sich u.a.

  • um das Gartengerätehaus (Abstellgebäude bis 75 ),
  • dem Zaun (Einfriedungen bis max. 2 m Höhe),
  • den Stellplatz (ohne Überdachung bis max. 100 ),
  • der Terrassenüberdachung (max.4,5 m tief, max. 30 ),
  • dem nachträglichen Aufbringen einer Wärmedämmung,
  • dem Einbau oder die Änderung von Fenstern und Türen in der Außenwand.

Wichtig!

Allein die Tatsache, dass für ein Bauvorhaben keine Baugenehmigung erforderlich ist, bedeutet nicht, dass es auch zulässig ist. Auch genehmigungsfreie Vorhaben müssen die baurechtlichen Anforderungen, die an sie gestellt werden, insbesondere Planungsrecht, Abstandflächen, Brandschutzvorschriften einhalten. Informieren Sie sich bitte in der Bauberatung der Bauaufsicht.

 

Die Beseitigung bzw. der Abbruch eines Gebäudes bedarf keiner Baugenehmigung. Die Beseitigung von angebauten Gebäude, etwa einer Doppelhaushälfte oder von Gebäuden der Gebäudeklasse 4 und 5 müssen der Bauaufsichtsbehörde jedoch angezeigt werden.

Für die Anzeige sind folgende Bauvorlagen einzureichen:

  • Anzeigeformular
  • Lageplan/Flurkarte (Maßstab 1 : 500) mit Kennzeichnung des abzubrechenden Gebäudes
  • Bestätigung einer qualifizierten TragwerksplanerIn (bei angebauten Gebäuden)
  • Erhebungsbogen für die Baustatistik

Der Abbruch von Gebäudeteilen ist genehmigungspflichtig, da es sich um die Änderung eines Gebäudes handelt.

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