Bebauungsplan Nr. 211 der Stadt Moers, Tannenbergstraße/ Ernst-Holla-Straße

Städtebauliches Entwicklungsvorhaben

Das Vorhaben richtet sich an Investoren und Bauträgergesellschaften.

1. Infrastruktur Stadt Moers:

Die Stadt Moers am linken Niederrhein liegt an der Nahtstelle zwischen dem reizvollen ländlichen Raum und dem pulsierenden Ruhrgebiet. Sie zählt mit ihren rund 104.000 Einwohnern und einer Fläche von 67,7 Quadratkilometern zu den beliebten Großstädten am westlichen Rand des Ruhrgebietes.

Moers liegt an der Schnittstelle der Autobahnen

  • A 40,
  • A 42 und
  • A 57

und gilt wegen ihrer zentralen Lage mit schnellen Verbindungen in

  • die westlichen Nachbarländer und
  • den Rhein-Ruhr-Raum sowie
  • der Nähe zum Düsseldorfer Flughafen und
  • zum Duisburger Hafen

als starker Standort in der Region.

2. Lage und Zuschnitt des Grundstückes:

Das Kaufgrundstück ist innenstadtnah gelegen im Ortsteil Hochstraß und wird umgrenzt durch die Kirschenallee, die Tannenbergstraße und durch die Ernst-Holla-Straße.

Das gesamte Gebiet ist im rechtsverbindlichen Bebauungsplan Nr. 211 der Stadt Moers (Tannenbergstraße / Ernst-Holla-Straße) als allgemeines Wohngebiet (WA) mit einer III bzw. IV-geschossigen Bebauung, mit einer Grundflächenzahl von 0,4 und einer Geschossflächenzahl von 1,2 ausgewiesen.

Es handelt sich im Westen um eine noch vorhandene Grünanlage, im Osten um ein ehemaliges Schulgrundstück. Verkauft werden die im Übersichtsplan dargestellten zukünftigen Wohnbauflächen Nrn. 1, 2, 3 und 4.

Folgende Aufteilung vorgesehen:

Aufteilung der Flächen in Los 1 / Fläche West - Kirschenallee und Los 2 / Fläche Ost - Ernst-Holla-Straße

3. Kaufpreisvorstellung / Erschließungskosten

Die Herstellung der Grünflächen sowie die Herstellung der Verkehrsflächen erfolgen zu einem späteren Zeitpunkt durch die Stadt Moers und auf Kosten der Stadt Moers.

Als Kaufpreisvorstellung soll daher gem. Wertermittlung ein Betrag in Höhe von 260 Euro pro Quadratmeter angesetzt werden (erschließungsbeitragsfrei). Daraus ergibt sich für Los 1 eine Kaufpreisvorstellung von 844.740 Euro und für Los 2 eine Kaufpreisvorstellung von 2.174.120 Euro.

4.  Altbausituation

Die Aufbauten auf den Bauflächen Nrn.  2 und 3 müssen abgerissen werden. Die Asphaltdecke des ehemaligen Schulhofes (Fläche G 2) muss entfernt werden. Die nachgewiesenen Kosten werden vom Kaufpreis abgezogen. Für die Rückbaumaßnahmen wurde ein Rückbau- und Entsorgungskonzept entwickelt. Laut Vorkalkulation ist von folgenden Kosten auszugehen:

BauteileKostenschätzung
Rückbau
Bauteil auf Baufläche 2365.000  Euro
Bauteil auf Baufläche 3190.000 Euro
Innenhof Fläche G 245.000 Euro

Das Gebäude auf der Baufläche 4 soll erhalten bleiben, da es als zentrales Gebäude im Eingangsbereich zur Kolonie Meerbeck-Hochstraß eine hohe städtebauliche Bedeutung hat.

Wünschenswert ist die Entwicklung dieses Gebäudes und weiterer Gebäude zu barrierefreien Wohnhäusern (mit an den geförderten Wohnungsbau angelehnte Mieten), damit die ältere Meerbecker Bevölkerung aus den Häusern der Kolonie quartiersnah umziehen kann. Damit verbunden werden kann auch die Entwicklung eines generationsübergreifenden Wohnprojektes.

5. Wünschenswerte städtebauliche Konzeptionen

Das Gebiet ist Bestandteil des Integrierten Handlungskonzepts Neu Meerbeck  und liegt ferner im InnovationCity Rollout-Gebiet. Vor diesem Hintergrund wird erwünscht, dass im Rahmen der Konzeptionen folgende Punkte Berücksichtigung finden:

  • Der Wohnungsvorrat für barrierearmes oder -freies und seniorengerechtes bezahlbares Wohnen (im Bereich des geförderten Wohnungsbaus) soll erweitert werden.
  • Es sollen Wohnformen für das Zusammenleben von nicht-behinderten und Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen im Quartier geschaffen werden.
  • Eine größere Diversität an Wohnformen soll erreicht werden, insbesondere auch für junge Menschen in der Ausbildung, große Familien und besondere Wohnformen.
  • Im Hinblick auf eine Durchmischung der Bevölkerung soll auch ein Wohnungsvorrat für besser Verdienende geschaffen werden kann.
  • Moderne Energieformen und neue Mobilitäten sollen berücksichtigt werden, zum Beispiel Nutzung von Fernwärme, regenerativen Energien, Verwendung besonderer effizienter Haustechnik, ebenerdige trockene Fahrradabstellplätze, ggf. Ladestation für eBikes, etc.
  • Ein gutes Stadtklima soll gefördert werden, zum Beispiel Vermeidung von Aufheizung durch Bäume, Fassadenbegrünung und helle Farben, nachhaltige Niederschlagswasserkonzeption mit minimierter Versiegelung, Rückhalte-, Versickerungs- und Verdunstungsflächen sowie Dachbegrünung.

6. Bieterverfahren und Fristen

Die Vergabe der Grundstücke erfolgt in einem Bieterverfahren.

Interessenten können Gebote abgeben für das Los 1 oder das Los 2 oder für beide Lose. Interessenten, die auf beide Lose bieten, werden bevorzugt berücksichtigt.

Bei der Auswahlentscheidung werden sowohl der angebotene Kaufpreis als auch das Nutzungskonzept maßgeblich sein.

Für die Abgabe eines Angebotes sind ausschließlich die vorbereiteten Bieterunterlagen und Angebotsumschläge zu verwenden.

Die Angebotsunterlagen sind bis Montag, den 20. August 2018 zurück zu senden. Nach Fristablauf eingehende Gebote können nicht berücksichtigt werden.

Die Angebotseröffnung findet in einem nicht öffentlichen Submissionsverfahren unter Beteiligung der örtlichen Rechnungsprüfung statt.

Aus dem Bieterverfahren, insbesondere aus der Angebotsabgabe, lassen sich keine Ansprüche gegenüber der Stadt Moers ableiten, zum Beispiel für Kosten von Skizzenplänen, Finanzierungsfragen u.ä.

Zum Herunterladen:

Teilflächenplan (PDF, 2 MB - nicht barrierefrei)

Luftbild (PDF, 2 MB - nicht barrierefrei)

Ansprechpartner / Kontakt:

Zur Beantwortung weiterer Fragen, Ortsbesichtigungen, Zusendung der Ausschreibungsunterlagen wenden Sie sich bitte an:

Stadt Moers
Fachdienst Liegenschaften
47439 Moers

 

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