Schlosspark-Hase Moritz

Ausstellung im Grafschafter Museum

Zeichnung Moritz und seine Freunde vor dem Moerser Schloss
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Geht man in der Dämmerung durch den Moerser Schlosspark und am Schloss vorbei, begegnet man ihnen überall: Der Schlosspark-Hase Moritz hoppelt von Löwenzahn zu Löwenzahn, die Ente Miranda schwimmt über den Teich, die Schnecke Fréderic Escargot kriecht über ein Blatt und Fritz von Schwan reckt stolz seinen Kopf empor.

Mit dem Schlosspark-Hasen Moritz von Oranien, der Ente Miranda, Fritz von Schwan und der Schnecke Fréderic Escargot hat das Grafschafter Museum neue Sympathieträger der Moerser Geschichte geschaffen. Der Grafiker Jürgen Pankarz hat ihnen ihre Gestalt gegeben.

In dem Buch- und Puppentheaterprojekt "Schlossparkhase Moritz von Oranien und seine Freunde" erzählen die Tiere ihre (Schloss-)Geschichten vom Ende des 16. Jahrhunderts bis zur Eröffnung des Grafschafter Museums im Moerser Schloss 1908. Aber was steckt dahinter? In der Ausstellung kann man es aufdecken:

Die Ausstellung erzählt die Geschichte aus dem Blickwinkel der (Fantasie-)Tiere und zeigt "wie es wirklich war".

Die Hauptfiguren:

Zeichnung von Moritz und seiner Hasenfamilie

Der Hase Moritz kam 1597 mit den Truppen der Oranier aus den heutigen Niederlanden nach Moers. Moers war damals von den Spaniern besetzt. Moritz half tatkräftig mit, die Spanier aus Moers zu vertreiben.

Seit dieser Zeit lebt Moritz hier mit seiner großen Familie der Hasentiere.

Der echte Moritz von Oranien befreite 1597 die Grafschaft Moers von den spanischen Besetzern. Die letzte Moerser Gräfin Walburgis setzte ihn als ihren Erben ein.

Zeichnung von der Ente Andreas de Miranda

Die Ente Andreas de Miranda kam im 16. Jahrhundert mit den Spaniern nach Moers. Mit seiner Familie hat er es sich in den Wassergräben rund um Schloss und Stadt bequem gemacht. Von seinen Freunden wird er kurz »Miranda« gerufen.

Andreas de Miranda war seit 1593 spanischer Festungskommandant in Moers. Nach einem kurzen Scharmützel mit den oranischen Truppen, zogen die Spanier 1597 von Moers ab.

Zeichnung Fritz von Schwan bei einer Auszeichnung durch einen preußischen Amtmann

Familie Schwan war schon lange in Moers ansässig. Ein preußischer Amtmann fand Gefallen an Fritz Schwan und erhob ihn in den Schwanenadel. Seitdem ist Fritz von Schwan ein glühender Anhänger des preußischen Königshauses.

Die 100-jährige oranische Herrschaft über Moers endete 1702 mit dem Tod des kinderlosen Wilhelm III. von Oranien. Unmittelbar nach Bekanntwerden seines Todes machte Friedrich I. von Preußen seine Ansprüche auf Moers geltend.

Zeichnung Schnecke Fréderic Escargot mit französischer Flagge in der Hand

Fréderic Escargot - die Schnecke - kam 1794 mit den Truppen des revolutionären Frankreichs nach Moers, allerdings unfreiwillig. In letzter Sekunde gelingt ihm die Flucht aus dem Suppentopf.

1794 besetzten französische Truppen Moers.
1798 wurde das Fürstentum Teil des Roer-Departments.

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Die Geschichte:

Gemeinsam erleben die Tiere die Moerser (Schloss-)Geschichte vom Ende des 16. Jahrhunderts bis zur Einweihung des Grafschafter Museums im Moerser Schloss im Jahr 1908.

Zeichnung auf dem die Neubefestigung durch die Tiere zu sehen ist

Sie sind dabei, als 1605 die Stadt abbrennt und sorgen für den Wiederaufbau.

Moritz von Oranien ließ Schloss und Stadt Moers von seinem Festungsbaumeister Simon Stevin neu befestigen.

Sie "besuchen" den Fabrik- und Schlossbesitzer Wintgens.

Zur Feier der 150-jährigen Zugehörigkeit von Moers zu Preußen (1852) reiste König Friedrich Wilhelm IV. an. Die Stadt war festlich geschmückt, auf dem Altmarkt war eine Festpyramide aufgebaut.

Sie stiften Chaos, als der preußische König 1852 nach Moers kommt und als 1904 das Denkmal der Henriette vor dem Schloss eingeweiht wird.

Zeichnung der Einweihung des Denkmals der Henriette 1904

1904 “schenkte” Kaiser Wilhelm II. Moers das Denkmal der Kurfürstin Luise Henriette. Am 20. Juni 1904 wurde es feierlich in Anwesenheit des Prinzen Eitel Friedrich von Preußen eingeweiht.

Sie verbrüdern sich mit dem Museumsbegründer Hermann Boschheidgen und sorgen dafür, dass aus dem Moerser Schloss ein Museum nach ihren Vorstellungen wird.

Das Grafschafter Museum im Moerser Schloss wurde am 29. Juni 1908 eingeweiht. Es geht auf die Initiative von Amtsgerichtsrat Dr. Hermann Boschheidgen zurück.

Das Buch:

Das Buch-, Ausstellungs- und Puppentheaterprojekt "Schlosspark- Hase Moritz von Oranien und seine Freunde" wurde ermöglicht durch die Unterstützung der Kulturstiftung Sparkasse am Niederrhein.

Das Buch "Schlosspark-Hase Moritz von Oranien und seine Freunde" ist seit dem 29.06.2008 im Grafschafter Museum und im örtlichen Buchhandel erhältlich (ISBN 3-933357-41-1). Verkaufspreis: 14,80 Euro.

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