Rosarium

Rosengarten im Grafschafter Musenhof

Grafschafter Schloss mit Neubau

Der Rosengarten im Grafschafter Musenhof des historischen Schlossparks Moers ist ein Ort der stillen Erholung, der Besinnung und der inneren Einkehr. Hier können die Besucherinnen und Besucher durchatmen, Kraft sammeln und die Seele baumeln lassen. Der eingezäunte Rosen - Garten steht gartenkunsthistorisch sinnbildlich für das himmlische Paradies.

Das griechische „Parádeisos“ heißt „Gottesgarten“ oder „Eden“. Im Hochmittelalter ist der Gottesgarten ein beliebtes Motiv in Malerei und Dichtkunst. Die Künstler Stefan Lochner und Martin Schongau schufen Mitte des 15. Jahrhunderts zwei Bilder gleichen Themas: die „Rosenhag-Madonna“. Ein Hag ist ein von einer Hecke umschlossenes Stück Erde. Maria befindet sich inmitten des Hags und die Krone aus Rosenblüten, die sie trägt, steht für ihre Wahrhaftigkeit und Reinheit. Die Rosenhecke auf den Gemälden bezeichnet heilvollen Lebensraum, den umhegten Garten, das Paradies und die Ewigkeit.

Der Rosen-Hag wird sprachlich zum Rosengarten. Rosengärten finden sich vielfach an Kirchen, Klöstern und Pfarrstellen, an Burgen und Schlössern sowie an Wohnhäusern des wohlhabenden Bürgertums.

Wenn Sie sich im Rosengarten des Grafschafter Musenhofes aufhalten, dann können Sie nicht nur zur entsprechenden Jahreszeit den Duft und die Anmut von zahlreichen Rosensorten genießen, sondern es umweht  Sie auch immer ein Hauch von Geschichte.

Niemand beichtet gern in Prosa
doch vertraun wir oft sub rosa
in der Musen stillem Hain
“.

Johann Wolfgang von Goethe (Zitat aus:  „An die Günstigen“)

Der Gärtner der Gräfin

Der Gärtner soll früh und spät den ganzen Tag im Garten zu finden sein. Denselben soll er fleißig bearbeiten, in gutem Zustand erhalten, auch eingefriedet und verschlossen, damit niemand hineingelassen werde. Er soll dafür sorgen, dass der Garten zur rechten Zeit gegraben, besät, bepflanzt und wohl versorgt werde, wie sich´s gebührt. Was der Garten an Früchten, Gemüsen, Blumen und sonstigem bringen wird, davon soll er nichts verbringen oder verschenken, sondern alles treulich in die Küche liefern… So bestimmte es die Hofordnung der letzten Moerser Gräfin Gräfin Walburgis aus dem Jahr 1599.

Ackerbürger betreiben Dreifelderwirtschaft

Welche Pflanzen kannte man schon im Mittelalter? Kartoffel und Tomate nicht, denn die kamen erst mit Kolumbus nach Europa! Dafür war aber die Pastinake die „Kartoffel des Mittelalters“.

Anhand unserer Beete kann man erfahren welche Gemüsesorten bekannt waren, welche Heilpflanzen angebaut wurden und welche Fruchtfolge die beste Ernte ergibt.

Die Gärtner und Ackerbürger der Kindergärten St. Josef und Elisabeth aus unserer direkten Nachbarschaft haben jeweils ein Beet als Paten übernommen.

Daten zum Rosengarten:

  • Gesamtgröße ca. 1.000
  • 8 Bänke mit Lehne und 8 Bänke ohne Lehne (seniorenfreundliche Ausführung)
  • 35 Rosensorten mit ca. 120 Rosengehölzen
  • 18 Staudensorten mit ca. 850 Staudenpflanzen
  • 11 Sorten Saisonblumen mit ca. 17.200 Zwiebeln und Knollen
  • 30 Meter Buchsbaumhecke und 160 m Eibenhecke
  • 8 Ranksäulen mit einer Höhe von ca. 2,3 Meter für Kletterrosen
  • Brunnenskulptur aus CorTen - Stahl mit aufgesetzter Edelstahlkugel
  • Höhe ca. 2,7 Meter
  • seitliche Öffnungen mit blauen Glasstreifen ("Panzerglas")
  • LED - Beleuchtung
  • Brunnenleistung max. 40.000 Liter pro Stunde bzw. 11 Liter pro Sekunde

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