Niedergang der Herren von Moers - 16. Jahrhundert

Bildnis von Adolf von Neuenahr-Alpen in schwarz-weiß

Adolf von Neuenahr-Alpen

Ein glückloser Streiter war Graf Vinzenz von Moers gewesen. Vinzenz setzte auf Arnold von Egmond, als dieser sich mit den Burgundern um die Herrschaft in Geldern zankte. Egmond unterlag und Vinzenz verlor den größten Teil seines Herrschaftsgebietes sowie seiner Einkünfte.

Hoffnungslos verschuldet trat er 1493 aus "Altersgründen" die Grafschaft Moers an den Mann seiner Enkelin, Wilhelm von Wied, ab. Ihm folgte 1519 sein Schwiegersohn Wilhelm von Neuenahr. Nach dem Tod von Hermann von Neuenahr-Moers gingen die Grafschaft und das Schloss an Adolf von Neuenahr-Moers. Er war der zweite Mann von Heinrichs Schwester Walburgis.

Die Befestigung von Moers konnte der neuen Waffentechnik nicht standhalten. Mühelos hatte der Herzog von Kleve 1510 die Stadt eingenommen, als nach dem Tod des letzten Moerser Grafen Bernhard ein Erbfolgekrieg entbrannt war. Die Herren von Neuenahr-Moers ließen deshalb ihr Schloss mit einem Festungsring italienischer Bauart umgeben. Dieser sollte Kampfhandlungen so weit wie möglich von den eigentlichen Schlossmauern fernhalten. Auch um Teile der Stadt wurden Wälle mit Bastionen angelegt.

Wilhelm von Neuenahr-Moers hatte sich zum neuen protestantischen Glauben bekannt. Sein Schwiegersohn Adolf war Anhänger der Lehren des Reformators Johannes Calvin. Deshalb war es notwendig, die Wehrtechnik zu modernisieren. Denn damit geriet Moers zwischen die Fronten der konfessionellen Auseinandersetzungen des 16. Jahrhunderts.

Diese Seite teilen:

.