Kultur und Elementarbereich

Die phantastischen Vier oder Alleine geht nicht

Einführungsveranstaltung in der Kindertagesstätte Wilhelm-Müller-Straße

Auf Initiative der Staatskanzlei NRW - Abteilung Kultur - haben 6 Städte, darunter auch Moers, Konzepte und Angebote zur Stärkung der Kulturellen Bildung im Vorschulbereich entwickelt.

Das Kulturbüro der Stadt Moers hat gemeinsam mit 3 freiberuflichen Kulturpädagogen und der Leiterin einer städtischen Kindertageseinrichtung ein Jahresprojekt für 4-jährige Kinder ausgearbeitet. Es trägt den Titel „Die phantastischen Vier oder Alleine geht nicht“. Thematische Klammer sind die 4 Elemente Feuer, Wasser, Erde, Luft. Sie werden im Projektverlauf von Fritz von Feuerstein, Toni Tropfen, Lotte Lehm und Lufti Kuss verkörpert. Diese „phantastischen Vier“ waren von Mitte September 2008 bis zu den Sommerferien 2009 in Moers zu Hause. Das Moerser Konzept zur Elementarbildung bindet die Sparten Bildende Kunst, Musik und Theater und die darin enthaltenen kreativen Ressourcen ein; 3 Kindertagesstätten in unterschiedlicher Trägerschaft nahmen an dem Modellprojekt teil.

Als Ergebnisse lassen sich exemplarisch aufzeigen:

  • Die Sprachfähigkeit und die Neugier der Kinder sind gestiegen. Es macht Spaß, Dinge benennen zu können.
  • Das für Vierjährige aus entwicklungspsychologischer Sicht beginnende „Spiel mit Spielregeln“ wird durch die künstlerischen Aktionsformen gefördert. Die Kinder erkennen, dass Spielregeln für das Gelingen einer Sache wichtig sind.  
  • Die Kindertagesstätten erfahren durch die gezielte Arbeit mit den drei Kunstsparten in sofern eine Bereicherung, als dass Kinder, Erzieherinnen und Eltern „Kulturelle Bildung von Anfang an“ erleben.

Bild aus der Projektphase Erde mit Lotte Lehm

In die abschließende Arbeitsphase im Juni 2009 fiel eine offene Fortbildung für Erzieherinnen in Kooperation mit dem Schlosstheater Moers und in Abstimmung mit dem Fachbereich Jugend und Soziales der Stadt Moers.

Unter dem Stichwort „Elementartheater“ widmet sich das Schlosstheater Moers als Kooperationspartner Fragestellungen wie

  • Hat die Rezeption von Theater Auswirkungen auf die Entwicklung von unter Dreijährigen?
  • Wenn es stimmt, dass das Gehirn das „Resultat seiner Benutzung“ ist, könnte vielleicht die Heranführung von ganz kleinen Menschen an verschiedene Kunstformen eine enorme Bereicherung für das spätere Leben sein?

Dieses Neuland möchte das Schlosstheater Moers gemeinsam mit anderen Theaterschaffenden, Neurobiologen, Gehirnforschern, Soziologen, Pädagogen und Psychologen betreten und erkunden.

Bild aus der Projektphase Feuer

Eine Filmdokumentation zum Projekt beinhaltet sowohl Projektsequenzen als auch Statements der beteiligten Erzieherinnen, Kindergartenleiterinnen, der künstlerischen Projektleiter, des Kulturbüros als Gesamtprojektleitung sowie eines externen Experten.

Neben dem Film gibt es auch ein Arbeitsbuch. Dieses richtet sich an Erzieherinnen, die sich in ihren Einrichtungen mit dem Thema „Elemente“ beschäftigen wollen. Das Arbeitsbuch bietet neue, künstlerische Ansätze und Aktionsformen zum Thema.

Arbeitsbuch und Filmdokumentation sind fertiggestellt und können auf Anfrage im Kulturbüro abgeholt werden.

Der  Abschlussbericht zum Jahresprojekt

  • enthält eine Kurzdarstellung der einzelnen "Element-Phasen",
  • stellt die Erkenntnisse und Ergebnisse aus dem Projektverlauf vor,
  • gibt einen Ausblick auf die weiteren Entwicklungsperspektiven und
  • bietet im Anhang Materialien zur internen Evaluation in Form von Reflexionsbögen.

Die phantastischen Vier sind wieder hier!

Zum Herunterladen:

Abschlussbericht (PDF, 322 kB) - nicht barrierefrei -

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