Gotische Ringmauerburg um 1300

Graf, Burg und Stadt

Sie wollten es komfortabler haben, die Herren von Moers. Deshalb und um sich besser verteidigen zu können, bauten sie ihre nur aus einem Wohnturm bestehende Burg zu einer Ringmauerburg aus.

Zunächst wurde das Burggelände rund um die Turmburg vier Meter aufgeschüttet. Die Turmburg war damit eingemottet. Umgeben wurde das Burggelände

  • mit einer mächtigen, 3 Meter starken und 12 Meter hohen Ringmauer,
  • einem Nordturm, der sich ungefähr an der Stelle des heutigen Eingangsturmes befand,
  • und einem heute ebenfalls nicht mehr existierender Südwestturm.

Vielleicht gab es auch noch einen dritten Turm im Osten, seine Existenz ist aber nicht gesichert.

Mit der Ringmauerburg verfügten die Herren von Moers zu Beginn des 14. Jahrhunderts  über eine wehrhafte Anlage. Vorbei waren die Zeiten, als man beim Verlassen der Wohnturmburg jedes Wurfgeschoss fürchten musste. In Zeiten blutiger Erbfolgekriege ein wichtiger Schutz. 

Der Ausbau der Moerser Burg hängt mit dem Aufstieg der Herren von Moers zusammen: Als Gefolgsleute der Erzbischöfe von Köln und ab 1287 der Grafen von Kleve hatten die Herren von Moers im 13. Jahrhundert dank ihrer geschickten Heirats- und Bündnispolitik an Einfluss und Reichtum gewonnen. Im Jahr 1300 erhob König Albrecht I. Moers zur Stadt. Damit hatte Dietrich IV. von Moers eine „Residenzstadt“.

Modell vom Moerser Schloss

In einem Modell des Moerser Schlosses wurde die Bauphase um 1300 in blau gekennzeichnet.

Diese Seite teilen:

.