Besonderheiten der Geschwister-Scholl-Gesamtschule

Unsere Ziele

Der Name unserer Schule ist uns Aufgabe und Verpflichtung zugleich. Wir möchten die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen zu demokratischem Denken und Handeln und zu tolerantem Verhalten gegenüber allen Mitmenschen erziehen. Dies erfordert einen sinnvollen Einsatz von Herz und Verstand. Unsere Schülerinnen und Schüler sollen als leistungsbereite und verantwortungsvolle junge Erwachsene unsere Schule verlassen.

Chancengleichheit wird an unserer Schule groß geschrieben. An der GSG werden alle Abschlüsse vergeben, sowohl der Hauptschulabschluss als auch der Mittlere Schulabschluss. Wird der Mittlere Schulabschluss mit der Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe vergeben, können in der Sekundarstufe II die Fachhochschulreife oder die Allgemeine Hochschulreife (das Abitur) erreicht werden.

Um die Qualität unserer Schule noch weiter zu steigern, hat sich das Kollegium dafür entschieden, ab dem Schuljahr 2016/17 an dem landesweiten Projekt „Vielfalt fördern“ teilzunehmen. Ziel der Fortbildung ist die Weiterentwicklung des Unterrichts in den Schwerpunkten individuelle Förderung und Kompetenzentwicklung. Wir sind davon überzeugt, dass dadurch neue Chancen und Möglichkeiten der positiven Schulentwicklung in den Fokus genommen und umgesetzt werden können.

Organisation

Der Unterricht beginnt um 8 Uhr morgens und endet für die Klassen 5 bis 10 montags, mittwochs, donnerstags und freitags spätestens um 16 Uhr. Am Dienstag haben die Schülerinnen und Schüler in der Regel um 13:25 Uhr Unterrichtsschluss.

Neben den Standardklassen bieten wir 2 zusätzliche Profile an. In jedem Jahrgang gibt es Freiarbeitsklassen, die in bestimmten Unterrichtsstunden in der Woche in Anlehnung an Maria Montessori arbeiten. Dabei beschäftigen sie sich ganzheitlich und selbstständig mit den vorbereiteten Materialien und erhalten individuelle Rückmeldungen durch die betreuenden Lehrkräfte. Dieses Profil eignet sich besonders für Kinder, die aus eigenem Antrieb verlässlich und ausdauernd arbeiten können.

Des Weiteren ist das bilinguale Profil für die besonders sprachbegabten Schülerinnen und Schüler wählbar. In den Jahrgängen 5 und 6 haben diese Klassen 2 zusätzliche Englischstunden und ab der 7. Klasse werden Erdkunde und Geschichte bzw. Politik zweisprachig unterrichtet.

Jede Klasse wird in der Regel von einem Klassenleitungsteam betreut, das idealerweise aus einer Frau und einem Mann besteht und möglichst viel Unterricht in der eigenen Klasse hat. Diese Lehrkräfte unterrichten auch andere Klassen in dem Jahrgang und stimmen ihre pädagogische Arbeit mit den anderen Jahrgangskollegen und -kolleginnen im Team ab.

Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 5 und 6 können von montags bis freitags am verlässlichen Ganztag von 8 bis 16 Uhr teilnehmen.

Unterricht und Ganztag

Neben Englisch bieten wir als weitere Fremdsprachen Französisch (ab Klasse 6) und Spanisch (ab Klasse 8 oder ab der Einführungsphase Oberstufe) an. Als Arbeitsgemeinschaft kann das Fach Chinesisch gewählt werden.

Ab der 6. Klasse wählen die Kinder ein Wahlpflichtfach, das ein weiteres Hauptfach bis zum Ende der 10. Klasse darstellt und deshalb besonders wichtig für die Schullaufbahn der Schülerinnen und Schüler ist. Wahlmöglichkeiten bestehen zwischen Französisch, Naturwissenschaften, Arbeitslehre (Technik und Hauswirtschaft mit integrierter Wirtschaftslehre) und dem musisch-künstlerischen Fach Darstellen & Gestalten.

Da an der Gesamtschule Kinder unterschiedlichster Begabung gemeinsam lernen, werden im Rahmen der Fachleistungsdifferenzierung ab dem 7. Jahrgang die Schülerinnen und Schüler in Mathematik und Englisch auf 2 unterschiedlichen Leistungsniveaus unterrichtet, allerdings noch im Klassenverband. Ab dem 8. Jahrgang werden die Kurse auch äußerlich getrennt. Deutsch und Chemie werden ab der Klasse 9 in Grund- und Erweiterungskurse differenziert.

Der professionelle Umgang mit den digitalen Medien ist für die heranwachsende Generation von besonderer Bedeutung und damit ein wichtiges Aufgabenfeld für die Schule. Schon im 5. Schuljahr erhalten die Schülerinnen und Schüler Unterricht im Fach Medienkunde und erwerben erste Kenntnisse im Umgang mit Computer, Internet und Co. Im weiteren Verlauf der Schullaufbahn wird das Thema, ob in den Ergänzungsstunden, in einer Arbeitsgemeinschaft (ECDL: Europäischer Computerführerschein) oder im Fach Informatik in der Oberstufe, immer wieder aufgenommen. Auch im Fachunterricht wird häufig auf digitale Medien zurückgegriffen. 3 bestens ausgestattete Computerräume machen dies an unserer Schule möglich.

In unserer gymnasialen Oberstufe werden die Schülerinnen und Schüler, die sich entsprechend qualifiziert haben, auf die Abiturprüfung vorbereitet. Pro Jahrgang ist ein Beratungslehrer bzw. eine Beratungslehrerin für die Betreuung der Jahrgangsstufe verantwortlich. Sie überwachen die Schullaufbahn der Jugendlichen, beraten bei der Wahl der Leistungs- und Grundkurse in den verschiedenen Fächern und sind Ansprechpartner für alle auftretenden Fragen. Nach dem erfolgreichen Durchlaufen der gymnasialen Oberstufe ist es für alle Beteiligten ein bewegender Moment, wenn die Abiturzeugnisse ausgegeben werden können und damit 3 Jahre harte Arbeit belohnt werden.

Als Ganztagsschule müssen und wollen wir unseren Schülerinnen und Schülern auch während der Schulzeit die Möglichkeit geben, Übungsaufgaben zu erledigen. Deshalb sind Arbeitsstunden bei der Klassenleitung im Stundenplan verankert. Zu diesen Zeiten können die Schülerinnen und Schüler alleine oder in Kleingruppen die anstehenden Arbeiten erledigen und sich ggf. Hilfe beim Lehrer holen. Natürlich ersetzen die Arbeitsstunden nicht komplett die Hausaufgaben. Das Vokabellernen, die Vorbereitung von Klassenarbeiten und ähnliche Aufgaben müssen trotzdem zu Hause bearbeitet werden. Allerdings sollten die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I nach einem langen Tag mit Unterricht bis 16 Uhr zuhause nicht wieder direkt mit weiteren Aufgaben belastet werden. Diese sollen an Tagen erledigt werden, an denen die Schule früher aus ist bzw. kein Unterricht stattfindet.

An einem Nachmittag in der Woche finden für alle Klassen auf freiwilliger Basis jeweils die Arbeitsgemeinschaften statt. Es gibt attraktive Angebote sowohl im sportlichen als auch im musisch-künstlerischen Bereich, wie zum Beispiel die Art Attack-AG, die Segel- und Bootsbau-AG, die Kletter- oder die Fußball-AG. Nicht zu vergessen sind die Arbeitsgemeinschaften, in denen man sich auf den Erwerb des französischen Fremdsprachenzertifikats DELF, auf die Mofa-Führerschein-Prüfung oder auf die ersten Prüfungen für den Europäischen Computerführerschein vorbereiten kann.

Aber auch in den einstündigen Mittagspausen sollen die Schülerinnen und Schüler sich nach der Einnahme des Essens entspannen können und das sieht bei jedem anders aus, die eine Schülerin zieht sich mit einem Buch in die Bibliothek zurück, ihre Freundin nimmt an einem Bastelangebot teil, der Klassenkamerad bevorzugt das Sportangebot und sein Freund amüsiert sich in der Spielausleihe am Kicker. Andere leihen Außenspielgeräte aus und toben auf dem Schulhof.

Fordern und Fördern

Alle Schülerinnen und Schüler haben Bereiche, in denen sie gut sind und andere, in denen sie ihre Leistung noch verbessern könnten. Deshalb hat es sich unsere Schule zur Aufgabe gemacht, angemessene Fördermöglichkeiten anzubieten. In den Klassen 5 und 6 liegt ein Förderschwerpunkt im Fach Deutsch. 2 zusätzliche Förderstunden mit jeweils 2 Lehrkräften im 5. Jahrgang bilden dabei den Kern des Angebotes. Auch in Mathematik werden in mehreren Jahrgängen zusätzliche Stunden erteilt, in denen es verstärkt um Lernzuwachs im Umgang mit Textaufgaben geht.

Außerdem erfolgt eine individuelle Förderung für einzelne Schülerinnen und Schüler im Bereich Selbstorganisation in Absprache mit der Abteilungsleitung I, die für die Jahrgänge 5 – 7 zuständig ist.

Auf die standardisierten Lernleistungsüberprüfungen des Landes, das sind im 8. Jahrgang die Lernstandserhebungen und am Ende der Klasse 10 die Zentralen Abschlussprüfungen, werden die Schülerinnen und Schüler ebenfalls gut vorbereitet.

Die leistungsstärkeren Kinder und Jugendlichen können über die Teilnahme an bestimmten Arbeitsgemeinschaften (DELF, ECDL usw.) und an Wettbewerben (für Englisch zum Beispiel die Big Challenge und für Mathematik der Känguru-Wettbewerb) ihren Horizont erweitern und einen noch höheren Lernzuwachs erreichen. Natürlich erhalten sie auch im Fachunterricht Aufgabenstellungen auf einem höheren Leistungsniveau.

Eine spezielle LRS- oder Dyskalkulie-Förderung bieten wir allerdings nicht an.

Austauschprogramme und Fahrtenkonzept

Besonders stolz sind wir im Rahmen von Schüleraustauschprojekten auf unseren USA-Austausch mit der Burnt Hills/Ballston Lake Senior High School im Staate New York, der regelmäßig stattfindet. Unsere Jugendlichen verbringen drei Wochen in den USA und lernen dort zum Abschluss New York City kennen. Beim Gegenbesuch leben die amerikanischen Jugendlichen in unseren Gastfamilien und unternehmen auch hier Ausflüge, zum Beispiel nach Berlin und Amsterdam.

Unsere Französischkurse unternehmen jedes Jahr Tagestouren nach Lüttich und in regelmäßigen Abständen mehrtägige Parisreisen.

Ein weiteres Highlight im Schuljahr bildet unser, meist im Februar stattfindende, Ski-Kompaktkurs für die Jahrgänge 8 – 13. Hier können sowohl Anfänger als auch Ski-Profis teilnehmen.

Die erste Klassenfahrt führt unsere 6. Klassen jedes Jahr auf die wunderschöne Nordseeinsel Norderney und dadurch entstehen für alle Schülerinnen und Schüler der Geschwister-Scholl-Gesamtschule gemeinsame Erinnerungen an diese aufregende und oftmals als sehr positiv bewertete Zeit der ersten gemeinsamen Klassenfahrt. Im 8. Schuljahr findet die zweite Fahrt statt, deren Ziel individuell ausgesucht wird.

In der Oberstufe fahren unsere Schülerinnen und Schüler im Jahrgang 12 mit ihren Kurslehrerinnen und -lehrern auf Studienfahrten, oftmals in das europäische Ausland, was den Horizont unserer Schülerschaft im wahrsten Sinne des Wortes erweitert.

Pädagogische Projekte und Konzepte

Die Schülerinnen und Schüler unserer Schule werden von der Einschulung bis zu ihrer Entlassung durch ein optimal funktionierendes Beratungsteam begleitet. Dieses Team besteht aus den entsprechenden Abteilungsleitungen (Abteilung 1: Jahrgänge 5 - 7, Abteilung 2: Jahrgänge 8 – 10, Abteilung 3: gymnasiale Oberstufe), deren Beratungslehrern und -lehrerinnen und unserem Team für Schulsozialarbeit. Sowohl die Kinder, ihre Eltern und die Lehrkräfte können sich beim Auftreten von speziellen Problemstellungen an die entsprechenden Personen wenden und dort Unterstützung erfahren.

In allen Abteilungen haben wir ein weitreichendes Angebot an besonderen  pädagogischen Aktivitäten. Das beginnt damit, dass alle 5. und 6. Klassen an dem Lions-Quest-Programm „Erwachsen werden“ teilnehmen. Im Rahmen des Projekts und auch in späteren Jahrgängen wird regelmäßig ein Klassenrat durchgeführt, bei dem die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung lernen, Konflikte zu benennen und selbstständig angemessen zu bewältigen. Aber auch positive Äußerungen über Klassenkameraden oder Planungen gemeinsamer Aktivitäten haben in dieser Institution ihren festen Platz. Ein weiteres Beispiel sei hier angeführt: im 7. Jahrgang nehmen alle Klassen am Coolness-Projekt „Eine Klasse wird klasse“ teil, das von unserem Team für Schulsozialarbeit angeleitet wird. Vertrauens- und Kooperationsspiele und der gegenseitige Austausch über altersrelevante Themen zeichnen dieses Projekt aus.

Viele andere jahrgangsspezifische Aktivitäten folgen in den weiteren Schuljahren.

Berufswahlvorbereitung

Schon früh beginnen wir damit, unsere Schülerinnen und Schüler auf die später wartende Berufswelt vorzubereiten. Im 8. Schuljahr nehmen alle Schülerinnen am Girls’ bzw. Boys’ Day teil. An diesem Tage schauen sich die Mädchen „typische Männerberufe“ und die Jungen „typische Frauenberufe“ an. Außerdem machen wir bei dem Berufswahlvorbereitungsprogramm „Kein Abschluss ohne Anschluss“ mit, das im 8. Jahrgang mit einer Potentialanalyse und mehreren Berufsfelderkundungstagen anfängt, die erste Einblicke in unterschiedliche Berufsgruppen ermöglichen. In der 9. Klasse absolvieren unsere Schülerinnen und Schüler ein dreiwöchiges Praktikum, ebenso ein weiteres im 11. Jahrgang.

Auch im Unterricht ist das Thema Berufswahl stark eingebunden, so zum Beispiel beim Schreiben von Bewerbungen im Deutschunterricht, bei der Stellenrecherche im Berufswahlvorbereitungsunterricht oder bei der Vermittlung von Basiskompetenzen im steuerlichen oder versicherungstechnischen Bereich im Wirtschaftslehreunterricht. Selbstverständlich werden auch Bewerbungstrainings durchgeführt. Die Schule pflegt gute Kontakte zur heimischen Industrie und zum Handwerk. Regelmäßig ist auch Vertretende des Arbeitsamtes im Hause.

In den Mittagspausen können sich Schülerinnen und Schüler im „BOB“ (Berufsorientierungsbüro) weiter auf einen guten Start in die Erwerbstätigkeit vorbereiten, indem sie Beratung annehmen, ihre Bewerbungen schreiben oder nach passenden Stellen suchen.

Inklusion und Integration

Seit dem Schuljahr 2016/17 wird an der GSG jahrgangsübergreifend eine internationale Vorbereitungsklasse unterrichtet. Die Flüchtlingskinder erlernen bei uns gemeinsam die deutsche Sprache und sind in anderen Fachstunden altersgemäß an unsere normalen Klassen angegliedert.

Ebenfalls seit 2015 werden pro Jahrgang einige wenige Plätze für Kinder mit unterschiedlichen Förderschwerpunkten bereit gehalten. Um diese Kinder und ihre Lehrkräfte angemessen zu unterstützen, arbeiten 2 Förderschullehrkräfte an unserer Schule.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage unter www.gesamtschule-moers.de !

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