Befreiung und Zeit der Blüte - 1597-1702

Gemälde aus dem Rittersaal des Moerser Schlosses, das die Belagerung von Moers im Jahre 1597 durch spanische Truppen zeigt.
Gemälde aus dem Rittersaal des Moerser
Schlosses. Es zeigt die Befreiung der Stadt
durch die Oranier. Wenn Sie auf das Bild
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Moritz von Oranien war der Mann, auf den die letzte Moerser Gräfin Walburgis ihre Hoffnungen setzte. Ihr zweiter Mann Adolf war 1589 bei einer Pulverexplosion ums Leben gekommen. Da ihre Ehe kinderlos geblieben war, entschied sich Walburgis 1594, Moritz von Oranien, zu ihrem Erben zu ernennen. Er war der Sohn des Statthalters der niederländischen Generalstaaten.

Moritz von Oranien befreite Moers 1597 von der spanischen Besetzung. 1598 kehrte die rechtmäßige Gräfin in das Moerser Schloss zurück. Hier lebte sie bis zu ihrem Tod im Mai 1600.

Moritz von Oranien konnte sein Erbe erst antreten, nachdem er sich erneut gegen spanische Truppen und gegen die Ansprüche des Herzogs von Jülich-Kleve-Berg erfolgreich zur Wehr gesetzt hatte.

Für Moers war das der Beginn einer 100jährigen oranischen Herrschaft und einer Zeit der wirtschaftlichen Blüte. Zwar war das Moerser Schloss nach dem Tod der letzten Gräfin nun keine Fürstenresidenz mehr - die Oranier bestimmten das Schloss zum Amtssitz des Drosten, der die Grafschaft für sie verwaltete - dennoch hat die oranische Zeit Moers wesentlich geprägt.

Stadtmodell von Moers im Jahr 1762
Stadtmodell von Moers aus dem Jahr 1762.
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Durch seinen Festungsbaumeister Simon Stevin ließ Moritz von Oranien Schloss und Stadt zur frühneuzeitlichen Festungsanlage umgestalten. Die sternförmige Graben- und Wallanlage mit vorgeschobenen Festungsinseln (Ravelins oder Lunetten) sind noch im heutigen Stadtbild gut zu erkennen.

 

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