Bau des Palasgebäudes - 15. Jahrhundert Teil 2

Grafik, die Friedrich von Moers zeigt. Er sitzt, prächtig geschmückt, auf einem ebenso geschmückten Pferd. An der Stelle des Kopfes von Friedrich ist ein Hundekopf zu sehen. Friedrich hält ein Schwert in die Höhe.
Heraldisches Reiterporträt des Grafen
Friedrich III. von Moers im Wappen-
buch des Herolds Toison d´Or. Holz-
stich des 19. Jahrhunderts nach einer
Handschrift von 1431.

Auf dem Höhepunkt ihrer Macht befanden sich die Herren von Moers Mitte des 15. Jahrhunderts. Friedrich III. (1418-1448) hatte das Erbe seines Vaters Friedrich II. (1365-1418) als Graf von Moers angetreten. Seine Brüder bekleideten wichtige geistliche Ämter: Heinrich von Moers war Bischof von Münster und Verweser des Bistums Osnabrück. Walram wurde Elekt von Utrecht und Dietrich wurde 1414 Erzbischof von Köln. Damit geboten die Brüder in einem Raum, der von Nordsee bis an die Lippe und von Yssel bis an die hessiche Grenze reichte. Dazu kam das Erzstift Köln, das sich von Xanten bis an die Mosel erstreckte.

Zwar besaßen die Herren von Moers schon seit dem 14. Jahrhundert ein Stadthaus in Köln, auf ihrer Moerser Burg fanden aber wichtige Treffen statt. So fand wahrscheinlich hier der Streit zwischen Kurköln und Kleve um Linn ebenso ein Ende wie die Soester Fehde. Die Hochzeit des Junggrafen Vinzenz mit Anna, einer Tochter des Pfalzgrafen Stephan von Bayern, feierte man 1433 auf der Burg. 1437 bestimmte Philipp von Burgund Moers zum Ort für einen Fürstentag.

Ihre daraus entstehenden Platzprobleme lösten die Herren von Moers ökonomisch. Sie ließen den bis zu 7 Meter breiten Zwinger im Westen mit einem Gebäude überbauen. Das Palasgebäude der heutigen Burg entstand.

Ring- und Zwingermauer waren ohnehin längst unnütz. Die "große Kanone" feuerte ihre 48-Kilogramm-Kugeln 1000 m weit und durchschlug Mauern mit Leichtigkeit.

Modell vom Moerser Schloss

In einem Modell des Moerser Schlosses wurde die Bauphase des 15./16. Jahrhunderts in rot gekennzeichnet.

 

 

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