Archäologische Grabungen im Schlosshof

Foto von der Ausgrabungstelle am Moerser Schloss.
Ausgrabungstelle im Schlosshof

Die archäologischen Ausgrabungen im Schlosshof brachten es ans Licht: Die Herren von Moers waren Schweinefresser. Mit unzähligen Schweineknochen füllten sie die Schlossgräben. Auch andere Funde wie Tabakpfeifen, Getränkeflaschen und Trinkkrüge geben einen Einblick in das alltägliche Leben auf der Moerser Burg: Vornehmlich Spanier und Oranier liebten den Tabakgenuss, während das Bier offensichtlich spätestens seit dem späten Mittelalter beliebt war.

Im Zusammenhang mit einem geplanten Anbauprojekt wurden in den Jahren 2000 bis 2002 und 2004 bis 2006 im Moerser Schlosshof archäologische Grabungen durchgeführt. Rund 25.000 Funde förderten die Archäologen dabei zu Tage. Allein aus einer 2006 ausgehobenen ehemaligen Kloake wurden über 9.000 Stücke geboren. Darunter sind zahllose Scherben und Knochen, aber auch einige fast vollständig erhaltende Objekte.

Lehmkuppelofen im Moerser Schloss

Die archäologische Grabungen brachten nicht nur zahlreiche Fundstücke, sondern auch eine wichtige Erkenntnis zu Tage: Das Moerser Schloss ist eine der ältesten im Rheinland erhaltenen hochmittelalterlichen Ringburganlagen und damit ein Baudenkmal von überregionaler Bedeutung.

Aus allen Bauphasen der Moerser Burg sind archäologische Funde erhalten. Einer der ältesten und spektakulärsten Funde: Ein hochmittelalterlicher Lehmkuppelofen unter der hochmittelalterlichen Ringmauer im Schlosshof.

Mit der Wiedereröffnung des Moerser Schlosses ist die Ausgrabungsfläche für die Besucher und Besucherinnen nun im Rahmen des Museumsbesuches zugäglich

 

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