Denkmaltafel 14: Peschkenhaus

Denkmaltafel 14: Peschkenhaus

Der Ausschnitt aus der Karte der Grafschaft Moers des Johannes Mercator von 1591 zeigt die Lage des Peschkenhause am Eingang zur Moerser Neustadt.
Der Ausschnitt aus der
Karte der Grafschaft Moers
des Johannes Mercator
von 1591 zeigt die Lage
des Peschkenhauses
(rot markiert) am Eingang
zur Moerser Neustadt.

Das älteste erhaltene Bürgerhaus von Moers liegt am Eingang zur Neustadt, ursprünglich am Meer, der aufgestauten Moerse.

Die Neustadt wurde im 14./15. Jahrhundert planmäßig angelegt und mit Mauern und Ecktürmen befestigt. Zum Grundstück des Hauses, das von der Brücke über das Meer bis zum südöstlichen Turm reichte, gehörten auch Garten und Scheune. Das Haupthaus lag in der Erbauungszeit mit Giebel und Eingang zur Neustraße. Aus dem späten 15. Jahrhundert stammen noch der ausgedehnte Gewölbekeller, zwei Geschosse mit Deckenbalken und ein ursprünglich steiles Dach mit offenem Dachstuhl. Das Kaufmannshaus diente zum Wohnen wie zum Lagern von Waren.

1546 kaufte der Schöffe Konrad Pampis (Pamphausen) das Anwesen. Die Familie stellte im 16. und 17. Jahrhundert Schöffen und Bürgermeister. Nach dem Stadtbrand von 1605, der das Haus verschont hatte, tagte hier der Rat der Stadt. Im 18. Jahrhundert wurde der Haupteingang zum Neumarkt verlegt und der Mittelrisalit mit dem Sandsteinportal (um 1780) errichtet.

Das Peschkenhaus in Moers.

Anfang des 19. Jahrhunderts erhielt das Haus den klassizistischen Giebel und Verputz. 1865 kaufte die Familie Peschken das Anwesen.

1890 gründete Johannes Peschken hier eine Fahrradfabrik, die bis weit ins 20. Jahrhundert bestand.

Ursprünglich 1969 zum Abriss bestimmt, wurde das Haus 1972 zur Städtischen Galerie Peschkenhaus, 2003 nach deren Schließung zum Domizil des Moerser Kunstvereins Peschkenhaus.

Erreichbarkeit mit dem ÖPNV

HaltestelleEntfernung
Rathaus, Moers164 Meter
Königlicher Hof, Moers251 Meter
Königlicher Hof, Moers287 Meter
Königlicher Hof, Moers295 Meter

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