U-Untersuchungen

Eine Frau und Kinder sitzen im Wartezimmer einer Arztpraxis, im Hintergrund liegt ein Kind auf einer Couch

Für die gesunde Entwicklung eines Kindes sind Früherkennungsuntersuchungen besonders wichtig.

Von der Geburt an bis zum Alter von 6 Jahren wird das Kind bei der Vorsorgeuntersuchung, der so genannten „U“, kostenlos untersucht. Entwicklungsstörungen und Erkrankungen können so früh wie möglich erkannt und erfolgreich behandelt werden.

Insgesamt gibt es zehn Vorsorgeuntersuchungen: Die erste heißt U1 und wird bereits in den ersten Lebensstunden durchgeführt. Der letzte Termin ist die U9 im Vorschulalter von 5 Jahren und 6 Monaten.

U-Untersuchungen sind wichtig, um die Kindesentwicklung zu beobachten und Probleme rechtzeitig zu erkennen. Eltern sollten im Interesse ihres Kindes auf diese Entwicklung achten. Daher versuchen wir als Vertreter der Jugendhilfe im Gespräch mit den betreffenden Familien zunächst, Ängste und Probleme auszuräumen. Vor allem aber müssen wir klären, wie es dem Kind geht, um Vernachlässigung oder Kindesmisshandlung ausschließen zu können. Denn die Sicherheit und das Wohl aller Kinder stehen für uns an erster Stelle.

Die Kinderärztinnen und -ärzte sind zu einer Meldung an das Landesinstitut für Gesundheit und Arbeit (LIGA) verpflichtet, wenn Eltern mit Ihren Kindern eine Früherkennungsuntersuchung (U5 bis U9) durchführen lassen. Dieses Verfahren wird in Nordrhein-Westfalen von der „Verordnung zur Datenmeldung der Teilnahme an Kinderfrüherkennungsuntersuchungen“ geregelt, kurz: „UTeilnahmeDatVO“.

So können alle Kinder ermittelt werden, die keine Untersuchung erhalten haben. Ihre Eltern bekommen zur Erinnerung einen Brief von der Zentralen Stelle (LIGA). Erfolgt auch innerhalb der nächsten Wochen nach diesem Schreiben keine Mitteilung über die Teilnahme, so informiert das LIGA uns, das Jugendamt. Nun nehmen wir Kontakt zu den Eltern auf. Wir wollen wissen, ob es dem Kind gut geht oder ob Hinweise auf die Gefährdung des Kindeswohls vorliegen.

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