Schlosspark

Plakat auf dem der Schlosspark und die Wallanlage abgebildet sind
Plakat von Schlosspark
und Wallanlage

Schlosspark und Wallanlage

"Unser Schlosspark ist ein Kleinod unter den Baum- Anlagen des Niederrheins. Das erkennen auch seine zahlreichen Besucher an, die von nah und fern kommen. So stattliche Bäume und Baumgruppen, so viele verschiedene Arten, besonders auch von fremden, die sonst selten anzutreffen sind, so schöne und kraftvoll entfaltete Formen trifft man nicht häufig in einer Anlage dieser Art zusammen."

So beschreibt der Heimatforscher und Pädagoge Otto Ottsen (1869 – 1954) in „Unser Schlosspark – Ein kurzer Führer“ die Situation, die bis heute besteht. Immer noch genießen Einwohner und Besucher der Stadt Moers den Schlosspark und die Wallanlagen, die Innenstadt mit dem Altstadtflair, die vielen Cafés und Restaurants sowie die attraktiven Einkaufsmöglichkeiten. Der Park mit seinem alten Baumbestand, den geschwungenen und sich kreuzenden Wegen sowie den freizügigen Wiesenflächen dient vor allem als Ort der stillen Erholung und für nicht organisierte Freizeitaktivitäten. Die weiträumige Landschaftsparkanlage wird selbstverständlich genutzt und erfreut sich hoher Wertschätzung.

Der Moersbach verbindet Schlosspark und die Wallanlagen, die in einem regionalen Nord-Süd-Grünzug eingebettet sind. Dieser Freiraumkorridor lässt sich auf seiner gesamten Länge zu Fuß oder per Fahrrad erleben.

Im Süden beginnt die grüne Achse der Stadt Moers beim NaturfreibadBettenkamp und dem eingegrünten Gelände des Freibades Solimare. Über eine Zwischenstation an einer historischen Wassermühle am Moersbach geht es in den Freizeitpark mit Streichelzoo und Rodelberg, vorbei am Japanischen Garten, den großen Sportplatzanlagen und dem Zentrum für Trend-Sportarten für Jugendliche.

Bild zeigt den Moersbach
Moersbach

Die anschließende Innen- und Altstadt wird eingefasst von den Wallanlagen. Die Grundstrukturen der historischen oranischen Befestigungsanlage (gebaut 1601-1620) sind hier bis heute zu sehen. Der innerhalb der Wallanlagen liegende Schlosspark grenzt unmittelbar südlich an das Schloss mit dem Grafschafter Museum und dem Schlosstheater. Altstadt, Schloss- und Freizeitpark bieten die Kulisse für zahlreiche Veranstaltungen (zum Beispiel Jazz-Festival, Comedy Arts Festival, Parkfest, Ballon-Festival). Nördlich der Innenstadt geht es in den naturbelassenen Bereich der Moersbachaue. Der Grünzug endet im Norden im Bereich des Kulturzentrums Rheinkamp und des Jungbornparks mit dem Repelener Meer (eine Aufweitung des Moersbaches). Der Jungbornpark im Ortsteil Repelen geht auf das Wirken des Naturheilers und Pastors Emanuel Felke zurück. Im Jahre 1898 wurde ein Landschaftspark für die Anwendung homöopathischer Naturheilverfahren durch eine Bürgervereinigung errichtet.

Die Entstehung des Schlossparks

Das Schloss Moers hat seine Ursprünge in einer mittelalterlichen Burganlage (erste urkundliche Erwähnung 1294). Die historische Entwicklung vom Schlosspark und der Wallanlage wurde bereits im 17. Jahrhundert bildlich erfasst.

Die Keimzelle des heutigen Schlossparkes wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts als privater Garten innerhalb der ehemaligen Befestigungslinien des Grafenschlosses angelegt. In den zur Verfügung stehenden und ausgewerteten Quellen wird Maximilian Friedrich Weyhe, der berühmte Düsseldorfer Gartenarchitekt, als Gestalter angeführt. Er soll den Park 1836 im Auftrag von Friedrich Wintgens, dem damals das Schloss und das heutige Schlossparkgelände gehörten, in der Stilrichtung eines englischen Landschaftsgartens angelegt haben. Seine Schüler Nickertz (1874) und später Rosorius haben die Arbeiten fortgeführt.

Bild  zeigt einen Teil der Wallanlage im Park
Wallanlage im Park

Entwicklung der Parkanlage bis heute

Das Schlossparkgelände wechselte im 19. Jahrhundert mehrmals den Besitzer, wobei der Park stetig vergrößert wurde. Ab dem Jahre 1905 begann die Stadt Moers das Schlossgebäude und die vielen im Privatbesitz befindlichen Einzelbereiche der Parkanlage aufzukaufen. 1910 wurde der ehemalige Landratsgarten umgestaltet und Bestandteil der Landschaftsparkanlage. Eine letzte bedeutende Vergrößerung der Anlage erfolgte im Süden um 1932 (Massias) im Rahmen eines Wettbewerbs zur Gestaltung eines „Volks- und Bürgerparks“. In den Jahren 1971 bis 1979 entstand der südwestlich vom Schlosspark gelegene Freizeitpark. Er entlastet mit seinen vielfältigen Möglichkeiten den für die stille Erholung zu bewahrenden alten Landschaftspark am Schloss Moers. Die zukünftige Entwicklung und Pflege der Parkanlage erfolgt nach gartendenkmalpflegerischen Gesichtspunkten auf der Grundlage eines Parkpflegewerkes (1991- 1993).

Die Darstellungen von „Schlosspark Moers und Wallanlagen“ zeigen stilisierte Grundrisse mit denen die Stadtverwaltung sich um die Aufnahme in den „Verein Straße der Gartenkunst zwischen Rhein und Maas“ beworben hatte. Der Verein will europaweit dazu beitragen, ausgewählte Anlagen für den Tourismus weitergehend zu erschließen und für die Nachwelt zu erhalten.

In unserem Moers Shop werden folgende 3 Plakate zum Thema Schlosspark und Wallanlage angeboten:

Wem die Qual der Wahl zu viel wird, dem sei das Dreierset für 26 Euro empfohlen.

Weitere Informationen über den Schlosspark finden Sie unter www.gmgv-moers.de.

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