Tatort Moers

Titelbild des Buches "Tatort Moers" von Bernhard Schmidt und Fritz Burger

In der 2005 erschienenen 3. Auflage schreibt Dr. Jürgen Schmude, früherer Bundesminister und früherer Präses der Synode der Ev. Kirche in Deutschland:

„In den mehr als zehn Jahren seit dem Erscheinen der ersten Auflage dieses Buches hat es die mit ihm verbundenen Erwartungen erfüllt. Mehr noch: Es hat seine Bedeutung als zentrales Werk der gründlichen Auseinandersetzung mit der Moerser Geschichte während der Diktatur nicht nur behalten, sondern noch gesteigert. Wo immer man sich in unserer Region mit dieser Zeit und dem Gedenken an die Opfer beschäftigt, wird auf ‚Tatort Moers’ zurückgegriffen.“

Das Heim der Sozialistischen Arbeiterjugend
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Das 1926/1927 selbstgebaute Heim der Sozialistischen Arbeiterjugend an der Römerstraße wurde 1933 von Nazis aus Repelen in Brand gesteckt. Viele Aktive der SAJ gingen später in den Widerstand. Und viele von ihnen, die die Verfolgung überlebten, übernahmen nach 1945 Verantwortung in den Gemeinden.

Die NS-Machthaber vor ihrer Kreis Moerser Machtzentrale
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Die NS-Machthaber, die sogenannte „Goldfasane“, ca. 1938 vor ihrer Kreis Moerser Machtzentrale, dem Alten Landratsamt (heute VHS)

Platz der Wachau
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Nach dem Anschluss von Österreich an das Deutsche Reich wurde 1938 der Moerser Altmarkt in „Platz der Wachau“ umbenannt.

Ein Antrag auf Schutzhaft für Richard Buchmann
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Nach dem KPD-Widerständler und Kreistagsmitglied Richard Buchmann, der fast 12 Jahre in Zuchthaus und Konzentrationslager verbrachte, wurde 1998 eine Straße in Moers-Hochstraß benannt.

Hermann Runge, führender Kopf des sozialdemokratischen Widerstandes im Raum Moers
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Hermann Runge, führender Kopf des sozialdemokratischen Widerstandes im Raum Moers, erlebte das Kriegsende mit viel Glück. Danach wurde er einer der „Väter“ des Grundgesetzes. 1996 wurde die 3. Moerser Gesamtschule nach ihm benannt.

Der „Klassiker“ Tatort Moers umfasst 538 Seiten und ist für 39,90 Euro in jeder Buchhandlung erhältlich (Verlag Aragon, Moers). Das Buch behandelt auch Nachbargemeinden wie Kamp-Lintfort, Neukirchen-Vluyn, Homberg und Rheinhausen und setzt Schwerpunkte bei Weimarer Republik und Machtübernahme durch die Nationalsozialisten, Widerstand und Verfolgung, Krieg, Nachkriegszeit und Erinnerungslücken.

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