NS-Dokumentation im Stadtarchiv

Ein aus zwei Postkarten zusammen gesetzte Bild zeigt Moerser Berufsverbände und Geschäftsleute beim Umzug mit der SA auf dem Hindenburgplatz (heute wieder Neumarkt)
Das aus 2 Postkarten zusammen gesetzte
Bild zeigt Moerser Berufsverbände und
Geschäftsleute beim Umzug mit der SA auf
dem Hindenburgplatz (heute wieder Neumarkt)
vor dem Modehaus Braun um 1934. Das
Dokument stammt aus einem Fotoalbum
des Landwirts Arnold Holtappel vom
Repelner Laukenhof.

Die NS-Dokumentation des Stadtarchivs im Eigenbetrieb Bildung steht jedem Bürger und jeder Bürgerin zur Verfügung.

Erklärtes Ziel der hier geleisteten ehrenamtlichen Arbeit ist es, das für die Geschichte von Stadt und Region wichtige Wissen über die Geschehnisse des 20. Jahrhunderts zu vertiefen und in eine ehrliche gemeinsame Erinnerungskultur zu überführen.

Dabei sollen wichtige Zeugnisse der jüngeren Vergangenheit für weitere Arbeiten zugänglich gemacht werden, um über eine selbstkritisch betriebene Heimatgeschichte aus der Vergangenheit entsprechende Lehren zu ziehen.

In der Praxis arbeitet die NS-Dokumentationsstelle daher besonders mit

Dies geschieht in ständiger Kooperation mit aktiven Vereinen wie

Immer wieder bestätigen Lehrer, wie wichtig der örtliche Bezug bei der Behandlung von NS-Themen im Unterricht ist.

Die NS-Dokumentationsstelle unterstützt Forschungsvorhaben und Schulprojekte zur Geschichte der Weimarer Republik, der NS-Zeit und des demokratischen Neubeginns in der Region, besonders für den Altkreis Moers.

In den vergangenen Jahren hat sie zahlreiche Facharbeiten der Klasse 12 von Schüler und Schülerinnen aus der Region und die Beteiligung an Schüler-Wettbewerben unterstützt.

Auch können Stadtführungen vermittelt werden wie

  • „Moers zur NS-Zeit“,
  • „Mutiges Meerbeck-Hochstraß“,
  • „Spuren jüdischen Lebens in Moers“,
  • „Kaiserliches Moers“

- sei es für Erwachsene und ihre Gruppen oder für Schulen. Über diese Themen hinaus, die sich jedes Jahr auch unter den offiziellen Führungen der Stadt Moers finden, können auch andere Schwerpunkte für Stadtführungen vereinbart werden.

Schulen, Vereine und öffentliche Einrichtungen können gegen eine Spende von 50 Euro an den Verein „Erinnern für die Zukunft“ 2 Wanderausstellungen ausleihen (in der Regel für 2 bis 4 Wochen), die vom Format her in den Kofferraum eines PKW passen:

  • Widerstand und demokratischer Neubeginn im Altkreis Moers (36 Tafeln à 70 mal 100 cm)
  • UnterMenschen? Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter im Altkreis Moers (28 Tafeln à 70 mal 100 cm).

Ausführliche Informationsblätter zu beiden Ausstellungen können übersandt werden.

Die Sammlung der NS-Dokumentation besteht aus ca. 20 Ordnern mit Fotos und Dokumenten, mehr als weiteren 200 Ordnern, Briefen, kompletten Fotoalben, Büchern und didaktischen Materialien. Diese beziehen sich zumeist auf den gesamten Altkreis Moers, reichen also weit über die Stadt Moers selbst hinaus. Die rund 160 Ton- und Videointerviews konnten in den zurück liegenden Jahren bereits alle digitalisiert werden, stehen also zur Ausleihe zur Verfügung.

Weiteres Material aus Kreis Moerser Familien, Vereinen und anderen Einrichtungen bleibt sehr willkommen - es gibt sicher noch einiges!

Weitere künftige Arbeit:

Gemeinsam erarbeitet werden könnten u.a.

  • ein alternativer Stadtführer mit dem Schwerpunkt „Moers zur NS-Zeit“, Spurensuche...
  • eine Aufarbeitung/Straffung der Ton- und Video-Interviews, um diese ins Netz stellen zu können
  • Zusammenstellung und Aufbereitung von einschlägigen Original-Texten für den Einsatz im Unterricht
  • „Digitales Gedächtnis“, Einrichtung einer Sammlung aktueller – auch auditiver und visueller - Zeugnisse bei der Stadt nach dem Vorbild von Städten wie Coburg oder Karlsruhe

Eingerichtet werden soll ein regelmäßiger Treff von Interessierten, eine Geschichtswerkstatt, die sich aus dem bereits aktiven Moerser Arbeitskreis zu den „Stolpersteinen“ entwickeln könnte und zu der noch weitere Interessent/innen herzlich willkommen sind.

Weitere Informationen:

Kern der Sammlung der NS-Dokumentation

Kontakt:

Stadtarchiv: Telefon: 0 28 41 / 201-737 oder

Dr. Bernhard Schmidt, Telefon-Durchwahl: 0 28 41 / 201-728

Das Büro am Kastell 7 b („Weißes Haus“) ist in der Regel am Donnerstag von 15.30 Uhr bis 17.30 Uhr besetzt, vorherige Terminabsprache wird jedoch empfohlen.

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