Was die Bücherei Repelen mit Graf Zeppelin und einem Ballonfahrer verbindet

Pressemitteilung vom 02.01.2017

Ein Briefumschlag mit Briefmarken
Dieser Zeppelinpostbrief wurde auf der ersten
Südamerikafahrt 1933 mit dem Luftschiff LZ-127
„Graf Zeppelin" von Moers via Friedrichshafen
nach Rio de Janeiro transportiert.
(Foto: Werner Schenzer).

Fast 100 Jahre liegen zwischen dem 1. Leiter der Bücherei Repelen und dem aktuellen. Und doch verbindet sie mehr als Bücher.

Hermann Ebersbach leitete die „Bücherei Repelen" von 1922 bis 1934, Volker Kuinke seit 1990. Und beide Herren haben einen Faible für „luftige" Hobbys.

Ebersbach verschickte mit Vorliebe Briefe mit dem damals leistungsfähigsten Langstreckenluftverkehrsmittel „Graf Zeppelin" und sammelte solche.

Der heutige Bibliothekszweigstellenleiter ist ebenfalls Fan von Luftpost und fährt - zwar keinen Zeppelin - dafür aber seit vielen Jahren sehr erfolgreich Gasballon.

Und wiederum ein „Berufsverwandter" hat diese Verbindung entdeckt. Werner Schenzer ist Fachbereichsleiter bei der vhs in Dinslaken und auch Sammler von Luftpost.

 

Die Rückseite eines Briefumschlages mit Stempel
Dieser Zeppelinpostbrief wurde auf der ersten
Südamerikafahrt 1933 mit dem Luftschiff LZ-127
„Graf Zeppelin" von Moers via Friedrichshafen
nach Rio de Janeiro transportiert.
(Foto: Werner Schenzer).

Er hat 2 Fotos eines Zeppelinpostbriefes der ersten Südamerikafahrt 1933 mit dem Luftschiff LZ-127 „Graf Zeppelin" von Moers via Friedrichshafen (Luftschiffhafen) nach Rio de Janeiro in seinem Fundus.

Absender ist der Repelener (Dorfschule-) Rektor Hermann Ebersbach an seinen Sohn Pastor Johannes Ebersbach, der im Jahr 1931 ausgewandert war.

Stille genießen

„Das ist wirklich interessant! Und das wusste ich auch noch nicht", ist Volker Kuinke überrascht über diese Verbindung. Wobei ihm sein Vor-Vor-Vorgänger durchaus nicht unbekannt ist.

„Ich habe mal zum 75-jährigen Büchereijubiläum eine Festschrift gestaltet. Da tauchte der Name Ebersbach natürlich schon auf." Damals leitete er die Bücherei nebenamtlich in der Dorfschule. Und das Bibliothekswesen war noch völlig anders.

„Die Bücher waren nicht frei zugänglich, sondern wurden nur vom Personal herausgegeben", weiß Kuinke. „Es herrschte absolute Stille. Ich bin sicher, man konnte eine Stecknadel fallen hören."

Das wiederum ist in gewisser Weise eine Gemeinsamkeit mit dem Luftsport. Ballonfahrer genießen die Stille - allerdings in luftiger Höhe.

Herr Kuinke sitzt am PC
Bibliothekszweigstellenleiter Volker Kuinke war Hermann Ebersbach zwar ein Begriff.
Von der „luftigen" Gemeinsamkeit ahnte er aber nichts. (Foto: pst)

Kontakt zur Pressestelle

Name Kontakt
Klaus Janczyk 0 28 41 / 201-336
Rathaus Moers, Rathausplatz 1
Raum 1.104
Thorsten Schroeder 0 28 41 / 201-338
Rathaus Moers, Rathausplatz 1
Raum 1.100

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