„Wand der Schande“: Nicht wegsehen, sondern Aufmerksamkeit schaffen


Pressemitteilung vom 05.06.2019

Eine Wand, an der Fotos angebracht sind
An der „Wand der Schande" hängen
u. a. Fotos mit rassistischen oder
rechtsextremen Symbolen oder
Schriftzeichen. (Foto: pst)

Wegsehen ist keine Option. Jede/r hat die Möglichkeit, sich aktiv für Demokratie und Toleranz einzusetzen. Die Ausstellung „Wand der Schande" zeigt Schmierereien mit diskriminierendem, rassistischem oder rechtspopulistischem Hintergrund in Moers. Sie wurde am Mittwoch, 5. Juni, im Foyer des Hanns-Dieter-Hüsch-Bildungszentrums (Wilhelm-Schroeder-Straße 10) eröffnet.

Beim 10. Moerser Jugendkongress im letzten Jahr haben sich Schülerinnen und Schüler der Geschwister-Scholl-Gesamtschule in einem Workshop mit solchen Symbolen und Schmierereien in ihrem Umfeld befasst. Den aufmerksamen Mädchen und Jungen waren sie in der Schule und in der Stadt immer häufiger aufgefallen. Sie haben die Schmierereien in Form von Fotos dokumentiert. „Wir möchten mit der ‚Wand der Schande' das Bewusstsein für das Thema schärfen und Aufmerksamkeit schaffen", sagte Schülerin Laura Ruiz Moreno bei der Eröffnung.

Mehr Platz für Schande

Neben Schmierereien mit Hakenkreuzen oder eindeutigen Schriftzügen zeigt die Ausstellung auch eine besonders subtile Form von Rassismus. Als ein dunkelhäutiger Student nach dem Einkaufen zu seinem Fahrrad zurückkehrte, fand er ein Stück Kohle auf dem Gepäckträger. Auch dies wurde fotografisch festgehalten

„Wir haben noch mehr Platz für Schande. Die Ausstellung ist so gestaltet, dass sie erweitert werden kann", erläutert Mark Bochnig-Mathieu vom Kinder- und Jugendbüro der Stadt. Das Projekt ist Teil der Initiative „Demokratie stärken in Moers". Sie setzt sich mit extremistischen Tendenzen in der Gesellschaft auseinander.

Der Arbeitskreis besteht aus Vertretern des Kinder- und Jugendbüros, der Volkshochschule Moers, des Jugendkulturzentrums Bollwerk 107 und des Jungen Schlosstheaters Moers. Er organisiert und begleitet zahlreiche Aktionen.

Bildmaterial mit diskriminierenden, rassistischen oder rechtspopulistischen Schmierereien kann an moerser-signal@moers.de geschickt werden.

 

Drei Personen stehen im Foyer und eröffnen eine Ausstellung
Die Schüler/in Laura Ruiz Moreno und Sebastian Krämer eröffnen die Ausstellung.
Mark Bochnig-Mathieu vom Kinder- und Jugendbüro (v. r.) hat das Projekt koordiniert. (Foto: pst)

Kontakt zur Pressestelle

Name Kontakt
Klaus Janczyk 0 28 41 / 201-336
Rathaus Moers, Rathausplatz 1
Raum 1.104
Thorsten Schroeder 0 28 41 / 201-338
Rathaus Moers, Rathausplatz 1
Raum 1.100

Diese Seite teilen:

.