Vortrag: Spuren jüdischen Lebens in Moers im Moerser Schloss

Pressemitteilung vom 07.12.2017

Juden in Moers? Wer waren sie? Wie lebten sie? Diesen Fragen geht der Vortrag „Spuren jüdischen Lebens in Moers" am Mittwoch, 13. Dezember, 17 Uhr, im Rittersaal des Moerser Schlosses (Kastell 9) nach. Hans-Helmut Eickschen, Gründungsmitglied der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, schildert an Hand von Bildern und Dokumenten das alltägliches Leben der Moerser jüdischen Bürger, beginnend mit der Zeit der Emanzipation bis zur der Verfolgung und Ermordung im Dritten Reich. Juden waren in vielen Bereichen der Moerser Stadtgesellschaft integriert - aber nicht in alle.

Die früheste Erwähnung, dass Juden in Moers lebten, stammt aus dem Jahre 1613. Ein Jude lieh der Stadt Geld zum Ausbau der Befestigungsanlage. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts durften 20 jüdische Familien in Moers wohnen. Die Synagoge an der Friedrichstraße wurde 1818 eingerichtet. 1928 lebten in Moers circa 4. 230 Bürger jüdischen Glaubens bei einer Gesamteinwohnerzahl von knapp 29.000 Menschen. Sie waren zumeist deutsche Patrioten.

Der Eintritt zu dem Vortrag ist frei. Er wird im Rahmen der Sonderausstellung „Flucht vom Niederrhein 1933 - 1945" angeboten, die bis 11. März 2018 im Schloss zu sehen ist.

Günther Bähr
Günther Bährs Schicksal ist eines, das in dem Vortrag am Mittwoch, 13. Dezember, im Moerser Schloss beleuchtet wird. Er starb 1945 beim sogenannten „Todesmarsch von Auschwitz". (Foto: Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Moers)

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