Stadt Moers und ENNI setzen auf neue Technologie LoRaWan


Pressemitteilung vom 06.06.2019

Mehrere Personen sitzen an Tischen und arbeiten
Die Prototypen der nötigen Sender für den Test von
LoRaWAN in Moers sind in einem Workshop mit dem
Experten Caspar Armster sowie Prof. Rolf Becker
und seinen Studierenden der Hochschule Rhein-Waal
entstanden. (Foto: pst)

Innovative technische Wege beschreiten Stadt Moers und ENNI aktuell. Sie testen gemeinsam die neue Technologie „Long Range Wide Area Network", kurz LoRaWAN. Sie eignet sich besonders für die drahtlose Kommunikation von Sensoren und Schaltern mit Computern und Datenbanken. Sie überbrückt größere Distanzen, verbraucht sehr wenig Strom und ermöglicht damit den Einsatz leichter batterie- oder solarbetriebener Geräte.

„Die Schaffung der Infrastruktur ist vergleichsweise kostengünstig. Um die Technik flächendeckend für Moers einzusetzen, sind schätzungsweise 12 sogenannte Gateways nötig, welche die Daten der jeweiligen Sender aufnehmen und auf die Server weitergeben. Auf dem vergangenen Hackday im März sind mehrere konkrete Ideen für den Test und die Umsetzung in der Stadt entstanden", erläutert Stephan Bernoth, Leiter der Stabstelle Digitalisierung bei der Stadt Moers. Die Infrastruktur baut zurzeit das Zentrale Gebäudemanagement der Stadt Moers auf.

Geräte messen Müllmengen und Wassertemperatur

Die LoRaWAN-Technologie wird erstmalig produktiv im Rahmen des moers festival eingesetzt: Eine mobile Bühne wird mit einem Tracking-Modul ausgestattet, so dass die Besucherinnen und Besucher über die Festival-App den Standort des Fahrzeugs nachvollziehen und dort die Konzerte erleben können. Die App hat der junge Moerser Coder Lennart Fischer von der Initiative Code for Niederrhein programmiert. Zur selben Zeit nutzt auch die ENNI Sport & Bäder die LoRaWAN-Technologie zur kontinuierlichen Messung der Wassertemperatur im Naturfreibad Bettenkamper Meer.

Ein weiteres Anwendungsgebiet, das aktuell getestet wird, könnte der Einsatz in öffentlichen Abfallbehältern werden. „Die Behälter melden ihre Füllstände an den zentralen Server. Dies könnte zu einer Tourenoptimierung beitragen und somit Kosten sparen", erläutert Julia Haala, Breitbandkoordinatorin ENNI Stadt & Service AöR.

Das für die Liegenschaften der Stadt Moers zuständige Zentrale Gebäudemanagement plant, u.a. die Zähler für den Energieverbrauch mit LoRaWAN auszustatten. So entfallen zeitaufwändige Ablesungen.

Auch Privatleute profitieren von Technik

Die Prototypen der nötigen Sender sind in einem Workshop mit dem Experten Caspar Armster sowie Prof. Rolf Becker und seinen Studierenden der Hochschule Rhein-Waal entstanden. „Wir freuen uns sehr, dass wir auf Konzernebene bei diesem zukunftsweisenden Thema so produktiv zusammenarbeiten. Die Technik hat sehr großes Potenzial", so Bernoth und Frank Fünders, IT-Koordinator ENNI Stadt & Service. Grundsätzlich können von LoRaWAN nicht nur Kommunen und Unternehmen profitieren, sondern auch Privatleute. So könne beispielsweise Feinstaubbelastung in der Umgebung dokumentiert werden.

Mehrere Personen stehen auf einer Treppe
Die Beteiligten von Stadt Moers und ENNI freuen sich, dass die Zusammenarbeit
auf Konzernebene bei diesem zukunftsweisenden Thema so produktiv läuft. (Fotos: pst)

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Rathaus Moers, Rathausplatz 1
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