Seniorenarbeit auf dem Weg heraus aus der Schockstarre


Pressemitteilung vom 10.06.2020 - Angaben in dieser Mitteilungen sind eventuell nicht mehr aktuell

Aus dem Leben gerissen - Schockstarre - von 100 auf 0: Die Corona-Krise trifft Seniorenbegegnungsstätten und Netzwerke wie die ZWAR-Gruppen in besonderem Maße. Bürgermeister Christoph Fleischhauer und die Leitstelle Älterwerden haben deshalb Anfang Juni zu einem Treffen eingeladen, um mehr über die aktuelle Situation zu erfahren und die Verantwortlichen auf dem Weg zurück in ein bisschen Normalität zu unterstützen. „Es hat mir körperlich wehgetan, nicht mehr helfen zu können", berichtete die ambulante Hospizbegleiterin Tanja Meissner. „Wir waren voll in unserem Programm und wurden wie aus dem Leben gerissen", erzählt Wolfgang Angerhausen vom „Netzwerk 55plus! Meerbeck". Das größte Problem: Wie erreicht und motiviert man die Seniorinnen und Senioren, damit man sie am Ende der Pandemie nicht gänzlich verliert oder Netzwerkgruppen zersplittern?

„Seien Sie mutig"

Aufgeben war für die engagierten Initiatoren der unterschiedlichen Angebote schließlich keine Option. Sie haben viele Ideen entwickelt: Balkongespräche, ein Distanzcafé mit speziellem Hygienekonzept, Postkarten- und Briefaktionen, Singen im Freien, Mutmach-Videos, Blumen verteilen und natürlich viele Telefonate. Auch moderne Kommunikation findet statt - über WhatsApp-Gruppen oder Tablets, die spontan angeschafft und Besuchern zur Verfügung gestellt wurden. Und nun der langsame Weg zurück: Man könne nicht so weitermachen wie bisher, so der Tenor. Im intensiveren Austausch wollen die Akteure nun weitere Konzepte für die Zukunft entwickeln. Die Stadt unterstützt sie dabei. „Das Mitmenschliche rückt jetzt bei den Lockerungen immer weiter in den Vordergrund. Und Sie entscheiden eigenverantwortlich", erklärte Bürgermeister Fleischhauer. „Aber haben Sie keine Angst vor falschen Entscheidungen. Wir bewegen uns langsam in die Richtung eines normalen Lebensrisikos. Bleiben Sie achtsam, aber seien Sie mutig."

Kontakt zur Pressestelle

Name Kontakt
Klaus Janczyk 0 28 41 / 201-336
Rathaus Moers, Rathausplatz 1
Raum 1.104
Thorsten Schroeder 0 28 41 / 201-338
Rathaus Moers, Rathausplatz 1
Raum 1.100

Diese Seite teilen:

.