Mit dem Rad dem Moerser Widerstand auf der Spur


Pressemitteilung vom 08.08.2007 - Angaben in dieser Mitteilungen sind eventuell nicht mehr aktuell

Vom bedeutendsten Widerstand gegen das NS-Regime in und um Moers „erfahren“ die Teilnehmer der Fahrrad-Führung ‚Mutiges Meerbeck-Hochstraß‘. Die Tour mit Dr. Bernhard Schmidt führt durch die „Kolonie“, vorbei an den Stätten, wo sich die organisierte Arbeiterschaft zum Widerstand formierte. In der Bergmannssiedlung war Solidarität durch Arbeitersport und Parteijugendorganisationen eingeübt.

Grabstätte des in der NS-Zeit verstorbenen Nikolai Worabuaw.
Bei der Führung „mutiges Meerbeck-Hochstraß“ erfahren
die Teilnehmer mehr über die Russengräber auf dem Friedhof
und über den Widerstand gegen das NS-Regime in der
Siedlung.

So lebte der Schlosser Hermann Runge in der früheren Scharnhorststraße. Er war einer der führenden Köpfe des SPD-Widerstandskreises „Germania“ und zählte später zu den „Vätern“ des Grundgesetzes. Kommunistische Gruppen wie jene um den späteren Buddhisten, Tierfreund und Kriegsgegner Willy Müller, verteilten Flugblätter. Johann Esser dichtete im KZ Börgermoor das heute weltbekannte Lied der „Moorsoldaten“. Der historische Ausflug auf dem Fahrrad führt außerdem zu den Wirkungsstätten des Bäckermeisters und Zentrums-Mannes Ernst Holla und des aus dem KZ Dachau nicht zurückgekehrten Knappschaftsarztes Dr. Alois Meyer sowie zum Mahnmal für die qua „Sippenhaft“ ermordete Familie Leiss und zu den „Russengräbern“.

Treffpunkt für die Führung durch den Stadtteil am Sonntag, 19. August, 10 Uhr, ist der Internationalen Kulturkreis Moers, Kirschenallee 35. Anmeldungen nimmt die Stadtinformation im Bürgerservice entgegen, Neuer Wall 10, Telefon 201-777. Erwachsene zahlen 6,50 Euro, Kinder die Hälfte.

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