Jugendmedientage: Kreative Medienkompetenz statt exzessiv ballern


Pressemitteilung vom 20.11.2019 - Angaben in dieser Mitteilungen sind eventuell nicht mehr aktuell

Kinder tanzen auf einer Bühne
„Dance & Tagtool" forderte die
Teilnehmenden auf unterschiedlichen
Ebenen. (Foto: pst)

Ausprobieren, experimentieren und (neue) Medien kreativ einsetzen - dieses Ziel hatten sich die Organisatoren der Moerser Jugendmedientage gesetzt. „Ziel erreicht", lautet das Fazit am Ende der Woche, die mit dem Medientag für Fachleute am Freitag, 15. November, abschloss. Sieben Projekte waren in diesem Jahr dabei. Neu war beispielsweise „Dance & Tagtool".

In der Offenen Einrichtung „Spielhaus Kapellen" hatte eine Tanzgruppe zuvor über mehrere Wochen unter Anleitung einer Tanzlehrerin eine Hip-Hop-Choreografie einstudiert. Das war die Basis eines multimedialen Projektes. Zunächst hat die Gruppe eigene Zeichnungen analog erstellt. Diese haben sie dann in die Tagtool-Software auf iPads übertragen. Die gezeichneten Figuren wurden schließlich animiert, zum Leben erweckt und auf die sechs Tänzerinnen und Tänzer passend zur Choreografie projiziert.

„Das war ein richtig cooler Effekt", berichtet Mark Bochnig-Mathieu vom Kinder- und Jugendbüro der Stadt Moers. Das Team des Kinder- und Jugendbüros hat die Veranstaltungen gemeinsam mit der Drogenhilfe der Grafschafter Diakonie organisiert. „Zum Abschluss wurde ein kleines Musikvideo erstellt. Also volle Medienkompetenz auf mehreren Ebenen."

Neue Ideen für die Einrichtungen

Die Jugendmedientage sollen Impulse bei den Kindern und Jugendlichen geben und auch die Einrichtungen auf neue Ideen bringen. „Wir möchten natürlich, dass diese Projekte permanenter Bestandteil in den Einrichtungen werden", erläutert Mark Bochnig-Mathieu. „Die Rückmeldung der Kinder und auch Sozialpädagogen war sehr positiv."  3D-Objekte mit speziellen Stiften zeichnen kam in der Offenen Einrichtung „Römerstraße" so gut an, dass sie sich eigenes Material angeschafft hat.

Und noch während die diesjährigen Jugendmedientage liefen, wurde gemeinsam mit den Workshop-Leitern Folgeprojekte angestoßen. So möchte die Tanzcrew z. B. beim nächsten Mal Comics zeichnen und animieren.

Was tun bei exzessivem Spielen?

85 Teilnehmende aus Jugendhilfe und Schule informierten sich im Rathaus u. a. über Selbstdarstellung und Selbstinszenierung in sozialen Medien und Videospielen. Jugendliche und viele Gamer nutzen diese als „Bühne". Der Impulsvortrag der Autorin und Datenschützerin Katharina Nocun hat gezeigt, wie große Medienkonzerne Nutzerdaten austauschen und auswerten lassen und dadurch ein bestimmtes Nutzerprofil erhalten.

In anschließenden Workshops lernten die Gäste z. B., wie man seine Daten schützt, welche Projekte für Kinder und Jugendliche sinnvoll sind, um sich kreativ mit Medien darzustellen, oder was man bei exzessivem Spielverhalten tun kann. Im Abschlussplenum wurden bereits viele Ideen und Themen für das kommende Jahr gesammelt. Das Moerser Mediennetzwerk wird diese aufgreifen und weiterentwickeln.

Kinder arbeiten mit einem 3D-Stift
In der Offenen Einrichtung „Römerstraße" zeichneten die
Kinder und Jugendlichen mit speziellen 3D-Stiften (Foto: pst)

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