Jugendkongress war „interessant, anschaulich, spaßig, aber auch ernst"


Pressemitteilung vom 28.11.2014 - Angaben in dieser Mitteilungen sind eventuell nicht mehr aktuell

Bürgermeister Christoph Fleischhauer eröffnete im Mercator Berufskolleg für Technik den 6. Moerser Jugendkongress
Bürgermeister Christoph Fleischhauer eröffnete im
Mercator Berufskolleg für Technik den 6. Moerser
Jugendkongress gegen Extremismus. (Foto: pst)

„Es war eine lohnende Erfahrung, die ich allen empfehlen und ans Herz legen möchte." Hannes gehörte zu den 240 Teilnehmerinnen und Teilnehmern des 6. Moerser Jugendkongresses gegen Extremismus am Dienstag, 25. November, mit dem Titel „Zick Zack Zigeunerpack - Feindbild ‚Zigeuner'". „Ich fand den Kongress interessant, anschaulich, spaßig, aber auch ernst." Der Vormittag stand nach der Eröffnung durch Bürgermeister Christoph Fleischhauer ganz im Zeichen der Information über Sinti und Roma und den Vorurteilen über „Zigeuner". Das Stück „Rukeli" - gespielt vom Theater TKO aus Köln - handelte vom gleichnamigen Boxstar der 30er Jahre. Der Titel des Deutschen Meisters wurde ihm aberkannt, weil er Roma war. Die Nazis ermordeten ihn im KZ. In der Aula des Mercator Berufskolleg für Technik hätte man eine Stecknadel auf den Boden fallen hören können - so groß und greifbar war die Spannung. Der Kern des Jugendkongresses bildete dieses Jahr wieder vielfältige Workshops am Nachmittag.

Einstellung zum Thema positiv beeinflusst

Bei der Exkursion zum Friedhof Meerbeck erfuhren die Teilnehmer Geschichten von Sinti, die 20 Jahre lang in Moers gelebt haben. In der Filmdokumentation „Ich bin nicht unberührbar!" vom Medienprojekt Wuppertal über Antiziganismus kamen Roma verschiedener Generationen zu Wort. Ihre persönlichen Sichtweisen sorgten für viel Gesprächsstoff. Zum Abschluss schilderten die Schüler ihren eigenen Umgang mit Vorurteilen. Alle Teilnehmenden, Workshopleiter und Veranstalter waren sich einig: „Das war eine gelungene Veranstaltung, die zum Nachdenken über den eigenen Umgang mit Vorurteilen angeregt hat und diese in Frage stellt." Oder wie Teilnehmer Christian es ausdrückte: „Besonders die persönlichen Geschichten haben unsere Einstellung zum Thema positiv beeinflusst." Damit hat das Veranstalterteam - Vertreter des städtischen Kinder- und Jugendbüros, der vhs Moers - Kamp-Lintfort, des Jungen Schlosstheaters und des Bollwerk 107 - sein Ziel erreicht.

 

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