Diebe auf dem Marktplatz und keine Kunden im Geschäft


Pressemitteilung vom 23.07.2020 - Angaben in dieser Mitteilungen sind eventuell nicht mehr aktuell

Gestern haben wir auch schon keine Kunden gehabt", beschwert sich die Händlerin und stapelt derweil die Äpfel auf dem Verkaufstresen. Aus einer anderen Ecke tönt es: „Selbstgemachte Hufeisen, selbstgemachte Hufeisen!" Auf dem Marktplatz des Musenhofs ist viel los - hier sind die Kinder gerade in ihre Rollen geschlüpft und verbringen zwei Stunden wie im Mittelalter. Einige Mädchen haben sich einen Kaufladen eingerichtet, zwei Jungs betätigen sich als Schmiede und eine andere sammelt Spenden für den guten Zweck. Aber Achtung: Auch ein Dieb ist unterwegs, der Brote, Fische und Münzen klaut.

Abwechslung für Kinder und Betreuer

Insgesamt 14 Kinder sind heute Morgen, 21. Juli, in der Spiel- und Lernstadt beim Ferienprogramm des Grafschafter Museums angemeldet. Direkt nach dem Einlass sind die Mädchen und Jungen im Alter von sechs bis zwölf Jahren losgestürmt, vorbei an den drei Betreuerinnen und Betreuern, in das kleine Mittelalter-Dorf. Philipp war schon in den vorherigen Jahren als Betreuer dabei. Er studiert Lehramt und sieht das Ferienprogramm als Abwechslung in seinen Semesterferien. Kulturpädagoge Patrick Bohndörfer ist erleichtert, dass das Angebot trotz der Pandemie stattfinden kann. Wegen Corona gibt es dieses Jahr feste Kleingruppen, die sich jeweils eine Woche lang zur selben Uhrzeit im Musenhof treffen. „Da ergeben sich Freundschaften und eine tolle Gruppendynamik", sagt Bohndörfer während er am Kaufladen für zwei Münzen einen Brotlaib kauft.

Holzkegel und Hufeisen

Jede Woche steht ein anderes Thema im Mittelpunkt des Programms. Diese Woche geht es um Kinderspiele im Mittelalter. Heute wird unter anderem gekegelt - natürlich mit Holzkegeln und -kugeln, so wie früher. Die Jungs wollen außerdem alle unbedingt die Armbrust ausprobieren: eine circa 25 Zentimeter große Holzkonstruktion, mit der sie einen Korken auf ein Plastik-Wildschein schießen. Talea freut sich, diese Woche im Musenhof spielen zu dürfen. „Dann muss ich nicht zu Hause rumhängen und mit Mama einkaufen gehen", erklärt sie und versucht währenddessen ihr Glück beim Hufeisenwerfen. Ihre Freundin Maja ist auch dabei und bestätigt: „Ich war in den Ferien drei Tage lang im Urlaub und dann habe ich mich die ganze Zeit gelangweilt." Das passiert in der Spiel- und Lernstadt sicher nicht! Wer keine Lust mehr aufs Kegeln oder Hufeisenwerfen hat, schnappt sich einen Tragekorb voll mit Eiern, Käse und Brot, um die Lebensmittel aus dem Kaufladen den anderen Kids gegen ein paar Münzen zu verkaufen.

Es gibt noch freie Plätze in der zweiten und dritten Woche des Ferienprogramms (27. - 31. Juli und 3. - 7. August) im Musenhof. Anmeldungen sind über das Grafschafter Museum telefonisch (0 28 41 / 201-68200) oder per Mail (musenhof@moers.de) möglich. Eltern können ihre Kinder wochenweise, maximal für zwei Wochen, anmelden.

 

Vier Mädchen schauen auf eine Münze.
Die Kinder verkaufen Lebensmittel aus ihrem
Kaufladen - hier einen Brotlaib. (Foto: pst)

Kontakt zur Pressestelle

Name Kontakt
Klaus Janczyk 0 28 41 / 201-336
Rathaus Moers, Rathausplatz 1
Raum 1.104
Thorsten Schroeder 0 28 41 / 201-338
Rathaus Moers, Rathausplatz 1
Raum 1.100

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