Besuche und Radtouren zum Tag des offenen Denkmals


Pressemitteilung vom 05.09.2008 - Angaben in dieser Mitteilungen sind eventuell nicht mehr aktuell

Am Sonntag, 14. September, findet bundesweit der Tag des offenen Denkmals statt. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat dieses Jahr das Motto „Vergangenheit aufgedeckt - Archäologie und Bauforschung“ ausgegeben. Neben dem Schlossfest mit vielen Angeboten hat die Untere Denkmalbehörde der Stadt Moers an 12 verschiedenen Stationen im Stadtgebiet Veranstaltungen vorbereitet. Dort kann Bekanntes einmal anders gesehen werden - und „Verdecktes wird aufgedeckt“. Alle Stationen können in beliebiger Reihenfolge zu festen Zeiten mit dem Auto, Fahrrad oder zu Fuß besucht werden. Darüber hinaus werden 2 geführte, mehrstündige Radtouren nach Norden und Süden angeboten. Abfahrt ist um 11.30 Uhr am Moerser Schloss.

Archäologische Grabungsstätten in Hülsdonk

Zu den Stationen gehört der Daubenspeckshof mit den ehemaligen archäologischen Grabungsstätten in Hülsdonk. Dort wurden in den 90-er Jahren durch Zufall eisenzeitliche Funde entdeckt. Die folgenden Grabungen brachten zahlreiche Entdeckungen und Erkenntnisse aus der Eisenzeit und dem frühen Mittelalter. Gleich in unmittelbarer Nachbarschaft fand die Daubenspeckshof-Grabung mit spektakulären Funden statt.

Das Backhaus aus dem Jahr 1842 an der Hofanlage Horstmannsweg 5 ist zwar noch kein eingetragenes Baudenkmal, aber dennoch entdeckenswert. Die Familie Bellinghoff von Erde, Eigentümerin des Anwesens, erklärt die Geschichte und Funktion des Backhauses.

Der Repelener Jungbornpark zeugt von der Geschichte des Stadtteils als bekannter Kurort. Auch der historische Dorfkern hat einige interessante Bauwerke und geschichtliche Spuren zu bieten.

In der evangelischen Dorfkirche Repelen erläutert der Experte Günther Eckard am 14. September die Baugeschichte und zeigt auf, wie sich die Saalkirche im Laufe der Zeit in eine Gewölbebasilika verwandelt hat.

Saxophonistin sorgt für Überraschung bei Strommoers

Die Muspasch-Siedlung wurde in den 20-er Jahren geplant und nur zum Teil gebaut. Erst nach dem 2. Weltkrieg konnte die sogenannte Beamtensiedlung vollendet werden. Zum ehemaligen, südlich gelegenen Zechengelände der Pattbergschächte sind die größeren Haustypen aus der ersten Bauphase orientiert. Die neuen Wohnhäuser nahmen charakteristische Merkmale der frühen Bauten auf und setzen sie in einer schlichteren Architektur fort.

Am eingetragenen Bodendenkmal Strommoers haben nicht nur Ritter gelebt, sondern zeitweise auch Mönche und Äbte. Ein besonders beliebtes Ziel war das Rittergut wohl bei den Zisterzienser Mönchen aus dem Kloster Camp, zumal sich der Ausflug hier mit einer nicht ganz so strengen klösterlichen Übernachtung verbinden ließ. Dort steht auch eine kleine Kapelle, die bereits 1147 geweiht wurde. Die Marienbruderschaft Winterswickhütet und pflegt die Kapelle liebevoll. Dort sorgen „Stadtmusikerin“ Angelika Niescier mit ihrem Saxophon und der Gast Colin Stetson aus New York am Tag des offenen Denkmals für einige Überraschungen.

Wassermühle wird saniert

Die Wassermühle an der Venloer Straße 40 wird zurzeit saniert. Die Architekten Frank Reese und Rolf Ecker erläutern die Baugeschichte sowie die Arbeiten zur Sicherung der historischen Originalsubstanz.

Der Agnetenhof an der Holderberger Straße 169-171 ist eine stattliche Hofanlage, dessen Geschichte bis in die Oranierzeit im 17.Jahrhundert zurückreicht. Der Hof ging im Laufe der Jahrhunderte an verschiedene Besitzer über. Sybille Brügelmann eröffnet dort demnächst das „Café Kränzchen“, wo Getränke und selbstgebackener Kuchen angeboten werden.

Mulsum und Brot zum Vortrag

Am Holtmannshof 3 in Vennikel kann im Wohnhaus der Familie Tersteegen ein über 250 Jahre alter Kieselsteinfußboden in der Eingangshalle entdeckt werden. Sie diente früher als Küche und wurde „Hus“ genannt.

„Das Seewerk“ hat am Silberseeweg 1a in den denkmalwerten, ehemaligen Lagerhallen der Firma Dujardin, auf dem Freigelände und auf dem Wasser interessante Kunstobjekte zusammengetragen.

Im Bereich des ehemaligen Römerkastells Asciburgium an der Hochemmericher Straße 60 findet eine interessante Ausstellung mit Fundstücken aus der Römerzeit statt. Dort sind auch 2 Vorträge zu hören. Die Teilnahme kostet 2 Euro pro Person inklusive Mulsum (römischer Wein) und römischem Brot.

Weitere Infos zu den Uhrzeiten und Stationen sind auf der Moerser Internetseite erhältlich. Zudem liegt ein Faltblatt in vielen öffentlichen Einrichtungen aus.

Kontakt zur Pressestelle

Name Kontakt
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Rathaus Moers, Rathausplatz 1
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Thorsten Schroeder 0 28 41 / 201-338
Rathaus Moers, Rathausplatz 1
Raum 1.100

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