Ausstellung: Feldpostkarten – Historische Quellen aus den Weltkriegen


Pressemitteilung vom 07.04.2015 - Angaben in dieser Mitteilungen sind eventuell nicht mehr aktuell

Postkarte mit einem Mädchen
Beispiel einer Feldpostkarte aus dem
Zweiten Weltkrieg: „Jungmädel sein -
das heißt, mit lachenden Augen an
die Zukunft glauben!" Die Karten
wurden von den Nationalsozialisten
als Propagandamittel missbraucht.
Die Ausstellung von Feldpostkarten
des Stadtarchivs Moers zeigt ab
Montag, 13. April, im Foyer des
Hanns-Dieter-Hüsch-Bildungszentrums
zahlreiche Beispiele von Feldpostkarten.
(Quelle: Stadtarchiv Moers)

An die beiden Weltkriege erinnert die Ausstellung von Feldpostkarten des Stadtarchivs Moers ab Montag, 13. April, im Foyer des Hanns-Dieter-Hüsch-Bildungszentrums (Wilhelm-Schroeder-Straße 10). „Feldpost stellt eine eigene Kommunikationsform im Vergleich zu Briefen dar. Sie bildet unter anderem eine wichtige Quelle zur Untersuchung von Alltags-Kommunikation. Unter den besonderen Bedingungen des Krieges fungierten Feldpostkarten als Ersatz für alltägliche Gespräche in der Familie und unter Freunden", erläutert Stadtarchivar Christoph Spilling. Aus den Beständen des Stadtarchivs werden beispielhaft Motive von Feldpostkarten aus beiden Weltkriegen gezeigt. Sie wurden in diesen eher bilderarmen Zeiten auch als Propagandamittel gebraucht. Die Motive werden zum Teil genauer erläutert, um Verständnis dafür zu erzeugen, wie sich die Postkarte zu einem Massenmedium entwickeln konnte.

Harte Kämpfer als Motiv

Die schreckliche Aufgabe der Propaganda war es, Feindbilder zu pflegen und die Unterstützung an der Heimatfront für den Krieg aufrechtzuerhalten. Besonders die nationalsozialistische Kriegsführung maß der Feldpost hohe propagandistische Bedeutung zu. Die Motive zeigen dies sehr eindrücklich - besonders bei der Jugenderziehung. Die Postkarten wurden Träger von Ideologie: Das Oberkommando der Wehrmacht brachte Bild-Feldpostkarten heraus, deren Motive das Idealbild des harten Kämpfers zeigten. Vielfach waren Feldpostkarten mit Zitaten aus Reden oder Schriften der politischen Führer versehen, die Mut und Durchhaltewillen beschworen.

Anlass der Ausstellung ist das Gedenken an den Ersten Weltkrieg vor 100 Jahren (1914-1918) und an das Ende des Zweiten Weltkrieges vor 70 Jahren. Sie ist bis Samstag, 16. Mai, zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Kontakt zur Pressestelle

Name Kontakt
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Rathaus Moers, Rathausplatz 1
Raum 1.104
Thorsten Schroeder 0 28 41 / 201-338
Rathaus Moers, Rathausplatz 1
Raum 1.100

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