Öffentliche Führung durch die Sonderausstellung „Wählen & Wühlen.“

26.09.2019

„Können wir nicht wählen, so können wir doch wühlen" - dieses Zitat aus den 1870er Jahren verdeutlicht den weiten Weg bis zum Frauenwahlrecht. Eine Führung durch die Sonderausstellung „Wählen & Wühlen. Frauen- und Demokratiebewegung am Niederrhein vor 100 Jahren" am Dienstag, 1. Oktober, ab 17 Uhr im Grafschafter Museum (Kastell 9), zeigt die Hintergründe. Obwohl Frauen noch bis 1908 keine Mitglieder in politischen Parteien und Vereinen werden durften, unterstützten sie am Niederrhein die Wahlkämpfe der Männer und „wühlten" gegen politische Gegner. Im Jahr 1906 war die Hamburger Frauenrechtlerin Luise Zietz auf einer Agitationstour am Niederrhein unterwegs. Am ersten Internationalen Frauentag 1911 forderten Frauen lautstark auch hier: „Her mit dem Frauenwahlrecht". Nach der Novemberrevolution trat es am 30. November 1918 in Kraft. Vor 100 Jahren - am 19. Januar 1919 - wählten schließlich Frauen zum ersten Mal aktiv und passiv. Die Ausstellung im Grafschafter Museum ist Teil des Mottojahres NEULAND des niederrheinischen Museumsnetzwerks.

Die Teilnahme an der Führung ist kostenlos. Lediglich der reguläre Museumseintritt ist zu entrichten.
Eintritt: Familien: 4,50 Euro, Erwachsene 3 Euro, Kinder ab 6 Jahre 1 Euro.

 

Bei dem Bild handelt es sich um ein Foto in schwarz-weiß. Auf dem Foto sind drei Frauen zu sehen. Alle drei sind elegant gekleidet. Bei den Frauen handelt es sich um Lore Agnes, Clara Zetkin und Mathilde Wurm. Die Dame in der Mitte trägt einen eleganten Hut und eine Handtasche um den rechten Arm. Außerdem hält sie einen geschlossenen Regenschirm in der Hand. Die beiden Damen links und rechts von ihr haben sich mit den Händen bei ihr eingehakt. Die beiden Damen neben ihr tragen keine Hüte und haben jeweils Ledertaschen in der freien Hand. Alle drei wirken sehr fröhlich.
Auf Frauenversammlungen als Rednerin, als
Vorstand des Arbeiterrates, als Abgeordnete der
Weimarer Nationalversammlung: Lore Agnes mit
Clara Zetkin und Mathilde Wurm (von links) im
Jahr 1920. (Quelle: AdsD/Friedrich-Ebert-Stiftung)