NRW-Stiftung fördert Ausbau des Alten Landratsamtes

02.09.2019

„Wir freuen uns über die zusätzlichen Mittel, um das Alte Landratsamt weiter mit Leben zu füllen", sagte Bürgermeister Christoph Fleischhauer als er die Förderzusage der NRW-Stiftung am Freitag, 30. August, entgegennahm. Zum zweiten Mal in diesen Tagen kam die NRW-Stiftung nach Moers: Nach der Unterstützung bei der Sanierung des Peschkenhauses übergab Karl Peter Brendel (Vorstandsmitglied der NRW-Stiftung) nun symbolisch 55.000 Euro im renovierten Sitzungssaal des Alten Landratsamtes an den Bürgermeister, der zugleich Vorsitzender des Vereins „Neue Geschichte im Alten Landratsamt" ist.

Zusätzlich verdoppelt die Stiftung jeden weiteren Euro, den der Verein für die geplanten Maßnahmen zusätzlich als Spenden akquirieren kann. Die Höchstfördersumme liegt dann bei insgesamt 75.000 Euro. Mit dem Geld wird das ausgebaute Dachgeschoss in einen pädagogischen Sammlungs- und Studienbereich verwandelt. „Hier soll Arbeit mit Gruppen und Schulklassen stattfinden können", erläuterte Diana Finkele, Leiterin des Eigenbetriebs Bildung und gleichzeitig Geschäftsführerin des Vereins, bei einem Rundgang.

Bürgerschaftliches Engagement

Hinter „Neue Geschichte im Alten Landratsamt" stehen mittlerweile neun Moerser Vereine. „Hier kommen verschiedene ehrenamtliche Gruppierungen zusammen, das zeugt von großem bürgerschaftlichen Engagement. Genau diese Zwecke fördern wir gerne", versicherte Karl Peter Brendel. Im Erdgeschoss und im ersten Stock des historischen Gebäudes entsteht mit Unterstützung aktiver Vereinsmitglieder eine neue Dauerausstellung des Grafschafter Museums zur wechselvollen Demokratiegeschichte des 20. Jahrhunderts und zum demokratischen und kulturellen Neubeginn.

Entscheidender Bestandteil des Konzeptes ist die dauerhafte pädagogische und wissenschaftliche Betreuung von Gruppen und Einzelpersonen, die sich vertieft mit der Thematik weiterbeschäftigen wollen. Diese Aufgabe werden die Vereinsmitglieder übernehmen, die durch ihre zum Teil jahrzehntelange Recherchearbeit das Know-how dazu haben. Ein wichtiger Gedanke bei der Umgestaltung war auch, das prägende Gebäude öffentlich zugänglich zu machen und zu verdeutlichen, dass es ein besonderer Ort der Kreis-Moerser Demokratiegeschichte ist. „Alle bisherigen Rückmeldungen zeigen, dass sich die Bürgerinnen und Bürger freuen, dass wir das Gebäude für eine öffentliche Nutzung erhalten haben", so Diana Finkele.

Mehrere Personen stehen vor dem Alten Landratsamt
Bürgermeister Christoph Fleischhauer (4. v.r.) und Betriebsleiterin Diana Finkele (5. v.l.) nahmen die Förderzusage von Karl Peter Brendel (6 v.r.) (NRW-Stiftung) für das Alte Landratsamt mit weiteren Mitgliedern des Vereins „Neue Geschichte im Alten Landratsamt" entgegen. (Foto: pst)